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Reise & Trainingslager

Panamericana Solo – Jonas Deichmann berichtet von seinem Training

Noch 100 Tage Vorbereitung hat Jonas Deichmann, bevor sein Panamerica-Abenteuer losgeht. Exklusiv für uns erzählt er von seinen Erlebnissen im Trainingslager.

Jonas Deichmann wird nach seinem Eurasien-Weltrekord dieses Jahr eine noch größere Herausforderung angehen und den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd durchqueren. In drei Monaten geht es los und Jonas ist bereits voll in der Vorberietungsphase. Von seinem Trainingslager in den USA berichtet er selbst:

Im August starte ich meinen nächsten Weltrekordversuch: Panamerica Solo – 23.000 km von Alaska bis an die Südspitze Argentiniens, alleine und ohne Unterstützung. Hier möchte ich den Lesern von RCDE ein paar Einblicke in meine Vorbereitung geben.

Nachdem ich die Wintermonate genutzt habe, um eine Grundlage zu bilden und dieses Jahr bereits 10.000 Radkilometer und 2.000 Laufkilometer zurückgelegt habe, geht es Jetzt in die heiße Phase.  Es sind noch 100 Tage bis zum Start und ich nutze diese Zeit, um mit dem Rad Nordamerika zu erkunden und mich unter Originalbedingungen vorzubereiten.

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Klar, eine Vorbereitung zu Hause mit Trainingsplan würde körperlich noch ein paar Prozent mehr bringen.  Die Reise macht aber viel mehr Spaß und hilft, die Motivation aufrechtzuerhalten – der weit wichtigere Punkt bei einem langen Vorhaben von 23.000 km.

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Von München ging es also nach Las Vegas und direkt in die Mojave-Wüste. Hier ist es tagsüber 40 Grad heiß und es gibt weit und breit keinen Schatten. Die Straße führt endlos geradeaus und der Wind kommt erbarmungslos von vorne – gutes Mentaltraining denke ich mir. Abends, wenn die Sonne untergeht, verwandelt sich die Wüste in ein Paradies für Abenteurer.  Ich schlafe unter freiem Himmel neben dem Lagerfeuer und genieße die Einsamkeit. Zuvor, am Nachmittag, hatte ich zwar eine Klapperschlange gesehen, doch die Versuchung, draußen zu schlafen, war einfach zu groß.

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Am nächsten Tag erreiche ich bereits Utah – das Land der Canyons.  Mein erster Abstecher geht in den Zion-Nationalpark, ein gewaltiger Canyon mit 2.500 Meter hohen Flanken. Ich lege einen Ruhetag ein und wandere tief in die Schlucht, sowie hinauf zum spektakulären Aussichtspunkt „Angels Landing“. Am nächsten Tag radle ich nach Arizona und in Richtung Grand Canyon.

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Der Anstieg hinauf zur Nordseite auf 2.600 Meter schlängelt sich aus der Wüste hinauf in dichten Wald und bietet am Ende einen spektakulären Blick in den Canyon. Die Straße ist aufgrund des Winters bis Mitte Mai gesperrt, mit dem Rad komme ich aber problemlos durch und ich habe den Canyon für mich alleine.

Morgen geht es weiter durch Utah und dann in die Rocky Mountains. 14.000 Kilometer sind es noch bis zur Startlinie in Alaska – und ich werde weiter berichten!

Mehr zu Jonas Deichmanns neuem Weltrekordversuch findest du in diesem Artikel:

Panamericana Solo: Jonas Deichmann versucht Weltrekord auf 23.000 Kilometer durch Amerika

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