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Schuhe

Pearl Izumi Elite Road IV im Test

Top-Rennradschuh zum moderaten Preis

Der Pearl Izumi Elite Road IV ist ein hervorragender Mittelklasseschuh, der leistungsmäßig auf dem Niveau einer Reihe von teureren Konkurrenzmodellen eingeordnet werden kann. Die Carbonsohle ist steif, die Passform aufgrund eines sicheren und fein einstellbaren Drehverschlusssystems – welches Druckstellen verhindert – ausgezeichnet.

Denkt man an Rennradschuhe, die dank steifer Carbonsohle für die richtige Kraftübertragung und einem ausgeklügelten Verschlusssystem für die richtige Passform sorgen, so landet man häufig bei den Topmodellen und dementsprechend oft jenseits der persönlichen Preis-Schmerzgrenze. Aber auch in der Mittelklasse finden sich Rennradschuhe, die einiges fürs Geld bieten.

Pearl Izumi Elite Road IV (Pic: George Scott/Factory Media)

Die Sohle ist der Schlüssel jedes leistungsorientierten Schuhs und beim Pearl Izumi Elite Road IV besteht diese aus einer unidirektionalen Carbonfaser. Ein dickerer Mittelsteg sorgt für zusätzliche Stabilität. Das Ergebnis ist eine sehr steife Sohle, die mit vielen Top-Modellen mithalten kann. Und sie gewährleistet, dass auch bei kräftigem Tritt in die Pedale keine wahrnehmbare Verwindung auftritt.

Die geringe Dicke der Sohle von nur 7 mm hält den Fuß so nah wie möglich am Pedal und sorgt somit für eine direktere Kraftübertragung. Als Folge kann man die Kraft ohne spürbare Verluste direkt auf die Pedale übertragen, und genau das will man mit einem Top-Rennradschuh.

Zum Schutz der Sohle vor Abnutzung und um beim Gehen etwas Grip zu haben, sind an der Ferse und an der Schuhspitze Gummielemente angebracht. Während die hinteren Gummis austauschbar sind, was immer einen Pluspunkt hinsichtlich der Lebensdauer eines Rennradschuhs darstellt, sind die vorderen Gummis fest angebracht und nicht austauschbar.

Pearl Izumi Elite Road IV (Pic: George Scott/Factory Media)

Das Obermaterial des Schuhs ist voll mit der Sohle verklebt und hat keine Nähte, an welchen sich der Fuß reiben oder die für Druckstellen sorgen könnten und erhöht dadurch den Komfort des Schuhs. Das Drehrad des Verschlusssystems Boa sitzt in der vorderen Mitte des Schuhs und nicht wie häufig gesehen an der Seite. Der Gedanke der dahinter steckt ist, dass der Drehverschluss durch die zentrale Anordnung die Kabel gleichmäßig auf beiden Seiten des Schuhs strafft, wodurch eventuelle Druckstellen vermieden werden sollen. Boa ist eines unserer Lieblingsverschlusssysteme und die genaue Justierbarkeit hilft bei der Feinabstimmung der Passform, und leistet auch dann einen guten Dienst, wenn eine schnelle Anpassung während der Fahrt vorgenommen werden soll.

Neben dem Boa Verschlusssystem verfügt der Pearl Izumi Elite Road IV über einen großen Klettverschluss am Zehenbereich, der beim Treten ein wenig zusätzliche Stabilität bietet. Eine gute Innensohle, die ein mehr als ausreichendes Fußgewölbe vorweisen kann und eine hohe Fersenkappe, die viel Unterstützung bietet, ohne dass die Ferse an ihr reiben würde, tragen darüber hinaus ihren Teil bei. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass der Schuh ein wenig klein ausfällt. Während ich bei Radschuhen normalerweise Größe 43 trage, bot das getestete Modell in Größe 44 die deutlich bessere Passform.

Pearl Izumi Elite Road IV (Pic: George Scott/Factory Media)

Mit 12 Lüftungsöffnungen pro Schuh, die mit einem Netzgewebe hinterlegt sind, bietet der Pearl Izumi Elite Road IV eine gute Belüftung. Neun davon befinden oberhalb der Zehen, zwei auf der Sohle unterhalb der Zehen und einer im Mittelfußbereich der Sohle hinterhalb des Cleats. Diese Kombination sorgt vor allem bei warmen Temperaturen für einen angenehmen Luftstrom durch den Schuh. Bei kalten Bedingungen kann das Tragen eines Überschuhs notwendig werden.

Optisch schaut der Schuh mit seinen klaren Linien und dem nahtlosen Obermaterial speziell bei dem getesteten weißen Modell richtig gut aus (daneben gibt es den Pearl Izumi Elite Road IV auch in einer schwarzen Ausführung). Als ich den Schuh trug, bekam ich von meinen Vereinskollegen durchaus positives Feedback.

Ein weiterer Aspekt, durch den sich die besten Schuhe in der Regel von ihren Konkurrenzmodellen abheben, ist ihr Gewicht, und auch in diesem Punkt enttäuschen die Pearl Izumi Elite Road IV nicht. Dank der Carbonsohle, dem Single-Boa-Verschlusssystem und dem nahtloses Obermaterial, bringt der Schuh jeweils schlanke 278 Gramm, auf die Waage. Nachdem Pearl Izumis Flaggschiff PRO Leader II nur 30 Gramm mehr wiegt, ist das ein durchaus ordentlicher Wert.

Pearl Izumi Elite Road IV (Pic: George Scott/Factory Media)

Fazit

Mit einer UVP von 199,95 € sind die Pearl Izumi Elite Road IV zwar nicht als günstig zu bezeichnen, allerdings bekommt man, angefangen bei der Vollcarbonsohle, über das geringe Gewicht, das Boa-Verschluss-System und das nahtlose Obermaterial einen Schuh, der aufgrund seiner steifen Sohle und dem hohen Tragekomfort richtig gut funktioniert und insgesamt einen guten Gegenwert fürs Geld bietet. Einen kleinen Punktabzug gibt es lediglich für den nicht austauschbare Gummipuffer an der Schuhspitze. Alles in allem bietet der Pearl Izumi Elite Road IV eine top Leistung zum Mittelklassepreis und ist eine klare Kaufempfehlung.

Vorteile

– hohe Wertigkeit
– steife Carbonsohle
– fein einstellbares Drehverschlusssystem

Nachteile

– nicht austauschbarer vorderer Gummipuffer
– Ventilation macht im Winter Überschuh notwendig

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