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Profi-Bikes und Equipment

Pinarello Dogma F8 – Das Pro-Bike von Geraint Thomas

Ein 121mm Vorbau, extradick gepolsterter Fizik-Sattel - bei Geraint Thomas haben wir genau hingesehen...

Sky-Fahrer Geraint Thomas fährt die Tour de France seines Lebens und hat Chancen die Rundfahrt unter den ersten 25 Fahrern zu beenden. Sein Arbeitsgerät: das Pinarello Dogma F8.

Der Waliser ist der letzte Brite im gesamten Fahrerfeld und lag schon auf Platz 16 in der Gesamtwertung, hatte am zweiten Tag in den Pyrenäen aber eine Schwächephase und verlor dabei viel Zeit.

Nachdem sein Team-Kapitän und Vorjahressieger Chris Froome nach zahlreichen Stürzen die Tour auf Etappe 5 verlassen musste und Plan B mit Richie Porte fehlschlug (Untergang in den Alpen), konnte sich Thomas nun richtig austoben.

Der 28-jährige gehört zu den Zukunftshoffnungen des Teams und der Tour und könnte in den nächsten Jahren zu den Klassementfahrern gehören, die den Ton angeben und um das Maillot Jaune fahren. Neben seinem großen Talent und Leistungsvermögen hat er aktuell auch eines der besten Räder als Waffe an die Hand bekommen was man zur Zeit kaufen kann. Um die 8.000 Euro sollte man ohne Leistungsmesser und Radcomputer aber schon im Sparschwein haben.

Pinarello Dogma F8

Das Dogma bildet aktuell die Grenze des Machbaren bei Pinarello und ist das Flaggschiff der italienischen Marke. Auf Basis des Dogma 65.1 Think 2 entstand dieses neue Modell mit einer starken Orientierung auf Aerodynamik. Mit 47% besseren Werten im Windkanal kann man durchaus behaupten, dass Pinarello einen guten Job gemacht hat.

Das Pinarello Dogma F8 von Geraint Thomas (Sky), ausgestattet mit Shimano Dura Ace Di2, DA Laufrädern C50 und Stages Powermeter sowie einem Garmin Edge 510.
Das Dogma F8 wurde in Zusammenarbeit mit Jaguar entwickelt, wo man sehr weitereichende Erfahrungen in Sachen Aerodynamik vorweisen kann. Das Resultat ist ein Frameset aus recht flachen und dreieckig zulaufenden Profilen (Flatbacks), die schwer an Tragflächen erinnern und den Luftstrom geschickt lenken. Trotz dem neuen Profil kann Pinarello die hohen Steifigkeitswerte der Oversized-Rahmen mitgehen. Auf dem Bild erkennt man den Zugeinlass für mechanische Schaltungen.
Thomas startete bei der Tour de France 2014 als einer von nur vier Briten. Nach den Ausstiegen von Mark Cavendish (Omega Pharma-QuickStep),  Chris Froome und Simon Yates (Orica-GreenEDGE) ist er der letzte, verbleibende Brite – Thomas stammt aus Wales.
Die Flatback-Profile des Dogma F8 erstecken sich auch bis zur Sattelstütze mit einer gesonderten Klemmung. Das finale Design des F8 basiert auf mehr als 300 errechneten Computermodellen.
An der geschwungenen Gabel und auch am ebenso kurvigen Hinterbau erkennt man sofort ein Pinarello. Das ist kein Zufall, diese Form soll ein wenig Elastizität und Komfort ermöglichen und wurde ganz nebenbei zum Markenzeichen des Brands. Die Gabel am Dogma F8 hat einen geänderten und softeren Schwung, auch hier haben die Aerodynamiker zugeschlagen. 

Auch am Hinterbau und dem Sitzrohr wurde kräftig gearbeitet, trotzdem soll das Frameset 12% steifer, 16% besser ausbalanciert und 47% aerodynamischer sein als das Dogma 65.1. Dazu wurde es um 120g leichter. Alle Werte beziehen auf einen 54er Rahmen.
Thomas fährt Rahmenhöhe 56 mit einer Sattelhöhe von 801mm bei einer Größe von 1,83m. Der kleine Sky-Aufkleber markiert seine Sattelhöhe. Die Signatur am Oberrohr ist jene von Pinarello-Gründer Giovanni ‘Nani’ Pinarello.
Das Dogma F8 ist sowohl zu mechanischen wie auch elektronischen Gruppen von Shimano, Campagnolo und SRAM kompatibel. Thomas und der Rest des Teams vertrauen auf die Shimano Dura-Ace Di2. Die Kabel wurden hier in einer extra Hülle verpackt und verlaufen dann im Rahmen.
Geraint Thomas nutzt einen individuellen Fizik Arione nach seinem schweren Sturz bei der letztjährigen Tour. Er brach sich dabei das Becken und fährt seitdem diesen erheblich besser gepolsterten Arione, der auf der Standardbasis des Serienmodells aufsetzt. 

Lenker und Vorbau stammen vom Sponsor PRO, der Marke für Komponenten und Laufräder von Shimano. Besonderheit beim Vorbau: dieser Vorbau ist exakt 121mm lang – nicht im Standardmaß 120mm. PRO ermöglicht den Sky-Fahrern ganz exakt abgestimmte Vorbau-/Lenker-Kombinationen.
Stages ist der neue Powermeter-Lieferant beim Team Sky und dies seit Anfang der Saison. Die Stages Leistungsmesser sind in Kurbel und Arm integriert und messen die Leistung über eine Sensorik im linken Kurbelarm. Vor Stages war SRM Ausrüster des Teams.
Der Stages Powermeter sendet seine Daten an die Head-Unit, in dem Fall ein Garmin Edge 510 an einer K-Edge Halterung. Die Individualisierung des Edge 510 ist eine Sonderanfertigung von Garmin für Sky, ist ansonsten nicht erhältlich. Auch an Lenker und Vorbau finden sich die Sky-Farben wieder…
In den letzten Jahren war Shimano bestrebt möglichst komplette Sponsorings mit den Teams abzuschließen. Also nicht nur Gruppen, sondern auch alle Komponenten und Laufräder. Beim Team Sky hat das ganz gut geklappt. Hier die C50-Carbon-Laufräder aus der Dura Ace – Serie. Bereift sind die Felgen mit Veloflex-Pneus.
Bei Team Sky muss man schon ganz genau hinssehen um sein Rad als Fahrer wiederzufinden. Die Dogma F8 Boliden sind optisch nahezu identisch und gleich ausgestattet. Bei anderen Teams gibt es erheblich mehr individuelle Abweichungen.

 

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