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Update Tour de France 2026

Tour de France

Update Tour de France 2026: Die Highlights der Etappen 10 bis 12

Update Tour de France 2026 | Etappe 10-12: Pogačar baut Führung aus, Wærenskjold überrascht und Merlier feiert seinen dritten Etappensieg.

Tour de France 2026: Pogačar setzt das nächste Ausrufezeichen

Nach dem ersten Ruhetag ging die Tour de France 2026 mit einer echten Hammeretappe durch das Zentralmassiv weiter. Die anspruchsvolle 10. Etappe nach Le Lioran entwickelte sich zum erwarteten Schlagabtausch der Klassementfahrer, und einmal mehr war es Tadej Pogačar, der der Konkurrenz seine Grenzen aufzeigte.

An den folgenden beiden Tagen übernahmen wieder die Sprinter das Kommando. Während Sören Wærenskjold in Nevers für eine Überraschung sorgte, feierte Tim Merlier in Chalon-sur-Saône bereits seinen dritten Etappensieg der Rundfahrt. Auch aus deutscher Sicht blieb die Tour spannend: Florian Lipowitz behauptete sich im Gesamtklassement, Max Kanter überzeugte erneut mit starken Sprintleistungen.

Tour de France 2026
Foto: Enrique B / Pexels

Etappe 10 | Aurillac → Le Lioran (166,6 km)

Pogačar nimmt Revanche und baut seine Führung aus

Die erste Etappe nach dem Ruhetag hatte es in sich: Sieben kategorisierte Anstiege, knapp 3.800 Höhenmeter und das ständige Auf und Ab im Zentralmassiv sorgten für einen der härtesten Renntage der bisherigen Tour.

Schon früh entwickelte sich ein äußerst offensives Rennen. Zahlreiche Fahrer suchten ihr Glück in der Flucht, darunter auch der deutsche Meister Felix Engelhardt. Gleichzeitig mussten einige Sprinter bereits auf den ersten Hügeln abreißen lassen – ein deutliches Zeichen dafür, wie selektiv die Etappe werden würde.

Frühe Attacken und hektischer Rennbeginn

Nach der Sprintwertung gelang schließlich einer 31-köpfigen Spitzengruppe die Flucht. Mit Georg Zimmermann war auch ein deutscher Fahrer vertreten. UAE Team Emirates-XRG überließ den Ausreißern zunächst etwas Spielraum, hielt den Vorsprung jedoch konsequent unter Kontrolle.

An der Spitze des Feldes sorgten Nils Politt, später Florian Vermeersch und Felix Großschartner für ein enormes Tempo. Einer nach dem anderen wurde die Ausreißergruppe eingeholt – lediglich Javier Romo hielt sich lange als Solist an der Spitze.

UAE kontrolliert das Rennen

Spätestens an den Anstiegen zum Puy Mary Pas de Peyrol und Col de Pertus wurde klar, dass UAE diese Etappe unbedingt gewinnen wollte.
Adam Yates, Isaac del Toro und Felix Großschartner reduzierten das Favoritenfeld kontinuierlich. Selbst starke Rundfahrer wie Sepp Kuss oder Matteo Jorgenson gerieten in Schwierigkeiten.

Richard Carapaz wagte zwar einen mutigen Vorstoß und setzte sich zwischenzeitlich an die Spitze, doch UAE ließ auch diesen Angriff nicht unbeantwortet.

Pogačar schlägt erneut zu

Rund einen Kilometer vor dem Gipfel des Col de Pertus kam schließlich der Moment, auf den alle gewartet hatten. Tadej Pogačar attackierte explosiv, und erneut konnte ihm niemand folgen. Der Slowene schloss zunächst zu Richard Carapaz auf, ließ den Ecuadorianer anschließend mühelos stehen und fuhr solo dem Etappensieg entgegen. Auch auf der letzten Kuppe und in der Abfahrt baute Pogačar seinen Vorsprung weiter aus.

Mit seinem Erfolg revanchierte sich der Weltmeister zugleich für seine Niederlage gegen Jonas Vingegaard in Le Lioran bei der Tour 2024.

Evenepoel und Lipowitz erneut stark

Hinter Pogačar entwickelte sich ein spannender Kampf um die weiteren Podiumsplätze. Remco Evenepoel kämpfte sich nach einer kurzen Schwächephase eindrucksvoll zurück und sprintete noch auf Rang zwei. Der erst 19-jährige Paul Seixas beeindruckte als Dritter mit einer weiteren starken Vorstellung.

Auch Florian Lipowitz bestätigte seine konstant starke Form. Der Red-Bull-BORA-hansgrohe-Profi erreichte gemeinsam mit den weiteren Favoriten das Ziel und verbesserte sich auf Rang sechs der Gesamtwertung.

Red Bull-BORA-hansgrohe bleibt in Lauerstellung

Die Doppelspitze mit Evenepoel und Lipowitz sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Während Evenepoel auf Rang drei der Gesamtwertung liegt, behauptet sich Lipowitz ebenfalls in den Top Ten. Beide bleiben aussichtsreich im Rennen um einen Podiumsplatz in Paris.

Etappenergebnis: Etappe 10

🥇 Tadej Pogačar
🥈 Remco Evenepoel
🥉 Paul Seixas
4️⃣ Florian Lipowitz

Gesamtwertung nach Etappe 10

💛 Tadej Pogačar (baut Vorsprung auf Jonas Vingegaard aus)
🥈 Jonas Vingegaard
🥉 Remco Evenepoel
6️⃣ Florian Lipowitz
Das Weiße Trikot übernimmt Juan Ayuso.


Etappe 11 | Vichy → Nevers (161,3 km)

Wærenskjold überrascht im Rekordsprint – Merlier und Philipsen geschlagen

Nach der kräftezehrenden Bergetappe im Zentralmassiv stand auf der 11. Etappe wieder alles im Zeichen der Sprinter. Die flache Strecke von Vichy nach Nevers versprach ein schnelles Finale – und hielt, was sie versprach. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,8 km/h stellte das Peloton einen neuen Tour-de-France-Rekord auf.

Schon auf den ersten Kilometern sorgten zahlreiche Attacken für ein hohes Tempo. Mathieu van der Poel eröffnete den Angriffen, ehe sich schließlich Julian Alaphilippe, Mathis Le Berre, Nelson Oliveira und Anthon Charmig entscheidend absetzen konnten. Das Quartett harmonierte hervorragend und erarbeitete sich einen Vorsprung von zeitweise mehr als eineinhalb Minuten.

Ausreißer kämpfen bis kurz vor dem Ziel

Während die vier Ausreißer alles investierten, hielten die Sprintteams den Abstand konstant. Vor allem Soudal Quick-Step, Alpecin-Deceuninck und Decathlon AG2R kontrollierten das Rennen und verhinderten, dass die Spitzengruppe entscheidend davonziehen konnte.

Anthon Charmig sicherte sich beide Bergwertungen des Tages und wurde später verdient als kämpferischster Fahrer ausgezeichnet. Erst 5,5 Kilometer vor dem Ziel endete die Flucht – ein weiterer Beleg dafür, wie hartnäckig die Ausreißer in dieser Tour auftreten.

Wærenskjold nutzt die entscheidende Lücke

Im Finale entwickelte sich der erwartete Sprint der Topfavoriten. Doch kurz vor der Zielgeraden öffnete sich auf der rechten Straßenseite eine Lücke – und Søren Wærenskjold reagierte als Erster.
Der Norweger lancierte seinen Sprint aus überraschender Position und überraschte damit die favorisierten Sprinter. Olav Kooij und Jasper Philipsen kamen zwar noch einmal näher, konnten Wærenskjold jedoch nicht mehr einholen.

Für den Uno-X-Profi war es der bislang größte Erfolg seiner Karriere und gleichzeitig der erste Tour-de-France-Etappensieg.

Deutsche Fahrer mit Licht und Schatten

Max Kanter zeigte sich erneut beim Zwischensprint stark und sammelte wichtige Punkte für die Sprintwertung. Im hektischen Finale verlor der Astana-Profi jedoch früh die ideale Position und musste sich mit Rang 18 begnügen.

Bester Deutscher wurde Pascal Ackermann auf Platz zehn.
An der Spitze der Gesamtwertung änderte sich nichts. Tadej Pogačar verteidigte das Gelbe Trikot souverän vor Jonas Vingegaard und Remco Evenepoel.

Etappenergebnis: Etappe 11

🥇 Søren Wærenskjold
🥈 Olav Kooij
🥉 Jasper Philipsen
🇩🇪 Pascal Ackermann (Platz 10)


Etappe 12 | Circuit Nevers Magny-Cours → Chalon-sur-Saône (179,1 km)

Tim Merlier feiert den Hattrick; Kanter erneut in den Top Ten

Nur einen Tag nach dem Rekordsprint von Nevers wartete die nächste Gelegenheit für die schnellen Männer des Pelotons. Die zwölfte Etappe führte vom traditionsreichen Motorsportkurs Nevers Magny-Cours nach Chalon-sur-Saône und entwickelte sich erneut zu einem klassischen Sprinttag,  allerdings mit deutlich mehr Action, als das flache Profil vermuten ließ.

Veistroffer prägt erneut das Rennen

Schon nach dem Start versuchten zahlreiche Fahrer ihr Glück in der Flucht. Erneut war es Baptiste Veistroffer, der sich besonders offensiv präsentierte und sich zunächst als Solist absetzen konnte.

Später schlossen Mattéo Vercher, Damiano Caruso und Ewen Costiou zum Franzosen auf. Gemeinsam hielt sich das Quartett lange vor dem Feld und sammelte unterwegs Sprint- und Bergpunkte.

Veistroffer gewann nicht nur die Sprintwertung als Solist, sondern sicherte sich auch mehrere Bergwertungen und wurde bereits zum wiederholten Mal als kämpferischster Fahrer des Tages ausgezeichnet.

Lidl-Trek sorgt für Unruhe

Lange schien alles auf einen kontrollierten Sprint hinauszulaufen. Doch rund 50 Kilometer vor dem Ziel brachte Quinn Simmons mit einer Attacke das Rennen plötzlich durcheinander.

Kurzzeitig entstand eine größere Spitzengruppe mit Fahrern wie Georg Steinhauser, Filippo Ganna und Hagenes. Die Sprinterteams reagierten jedoch schnell und stellten die Angreifer rechtzeitig vor dem Finale.
Auch Lidl-Trek setzte mit mehreren Tempoverschärfungen die Konkurrenz unter Druck und versuchte, Mads Pedersen ein selektiveres Finale zu ermöglichen.

Merlier bleibt der Maßstab im Sprint

Trotz zahlreicher Attacken kam es schließlich erneut zum Massensprint.
Ein schwerer Sturz im Finale überschattete allerdings den Endspurt. Fernando Gaviria gehörte zu den betroffenen Fahrern, während sich die Sprintzüge auf den letzten Metern neu sortieren mussten.
Davon ließ sich Tim Merlier nicht beeindrucken.

Der Belgier setzte sich erneut mit perfektem Timing durch und feierte seinen dritten Etappensieg bei der Tour de France 2026. Olav Kooij wurde Zweiter, Jasper Philipsen komplettierte das Podium.

Max Kanter bestätigt seine starke Tour

Auch Max Kanter überzeugte erneut. Der Astana-Profi sprintete als Siebter ins Ziel und bestätigte einmal mehr seine konstant gute Form. Bereits mehrfach war der Deutsche in den Top Ten vertreten und zählt damit zu den stärksten Sprintern dieser Frankreich-Rundfahrt.
Florian Lipowitz erreichte das Ziel erneut ohne Zeitverlust und bleibt aussichtsreich im Rennen um eine Top-Platzierung im Gesamtklassement.

Etappenergebnis: Etappe 12

🥇 Tim Merlier
🥈 Olav Kooij
🥉 Jasper Philipsen
🇩🇪 Max Kanter (Platz 7)

Gesamtwertung nach Etappe 12

💛 Tadej Pogačar verteidigt weiterhin souverän das Gelbe Trikot.
🥈 Jonas Vingegaard
🥉 Remco Evenepoel
6️⃣ Florian Lipowitz

Fazit:

Update Tour de France 2026 | Etappe 10-12

Nach zwölf Etappen zeichnet sich ein klares Bild der Tour de France 2026 ab. Während Tadej Pogačar im Kampf um das Gelbe Trikot das Maß aller Dinge bleibt, dominiert Tim Merlier die Sprintankünfte mit inzwischen drei Etappensiegen.

Für die deutschen Fahrer verläuft die Rundfahrt ebenfalls vielversprechend. Florian Lipowitz behauptet sich weiterhin unter den besten Klassementfahrern der Tour, während Max Kanter mit konstant starken Sprintleistungen mehrfach den Sprung in die Top Ten schafft.
Mit den bevorstehenden Etappen in den Vogesen und später den Alpen warten nun die nächsten entscheidenden Prüfungen.

Dort dürfte sich zeigen, ob Jonas Vingegaard den Rückstand auf Pogačar noch einmal verkürzen kann, oder ob der Slowene seinen Vorsprung weiter ausbaut.

Mehr Infos gibt es HIER!

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