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Auf zwei harte Bergetappen und dem Ruhetag folgt das Einzelzeitfahren der Vuelta a España 2017. Die Strecke, die kurzfristig vor dem Start der Vuelta a España um zwei Kilometer auf 40,2 Kilometer gekürzt wurde, startet im Circuito De Navarra in Los Arcos und führt nach Logroño. 

Die ersten 5,5 Kilometer gehen über die Rennstrecke, die auch als Formel 1-Teststrecke benutzt wird, bevor die Fahrer sich auf den Weg über Los Arcos nach Logroño, der Hauptstadt der berühmten Weinregion La Rioja, machen.

Das Einzelzeitfahren der 16. Etappe: Wird Chris Froome seine Führung gegenuber seinen Rivalen weiter ausbauen konnen? (Quelle: Unipublic)

Die Profis werden vom Gedanken an einen schönen Rotwein weit entfernt sein, wenn sie die 40,2 Kilometer gegen die Uhr zurücklegen. Bis auf den mittleren Teil der Strecke ist das Streckenprofil flach, mit einigen sanften Wellen. Im Mitteteil treffen die Fahrer auf ein paar Anstiege, die den Fahrer während eines Einzelzeitfahrens auf einer TT-Maschine ganz schön fordern können.

Die 40,2 km lange Strecke kann an den Kraften der Fahrer zehren. (Quelle: GEOAtlas)

Nach 15,4 Kilometern kommt ein Teilstück von 7 % , das sich auf 500 Meter hinzieht. Darauf folgt nach knapp zwei Kilometern ein weitere Steigung von 4,5 % über eine Länge von einem Kilometer. Bei der 19-Kilometer-Marke kommt ein weiterer Kilometer, der mit einer Steigung von 4,9 % etwas steiler ist. Bei 20,5 Kilometern erreichen die Fahrer den höchsten Punkt der Strecke, wenn sie die 500 Meter Steigung bei 3,2 % hinter sich gebracht haben. Darauf folgt aber noch ein weiteres zähes Teilstück: Ein Kilometer über 5 % nach 23,8 Kilometern. Danach geht es wieder leicht wellig bis flach in die Zielstadt Logroño.

Dieses ständige Auf und Ab auf dem mittleren Teil der Strecke kann kräftezehrend sein. Die Fahrer im Peloton, die nicht begnadete oder erfahrerne Zeitfahrer sind, könnten auf diesen Anstiegen Schwierigkeiten bekommen, in einen Rhythmus zu finden.

Chris Froome (Team Sky) liegt in der Führung der Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 1:01 Minuten vor seinem Rivalen und Gesamtzweiten Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida). Bei der Tour de France hat Froome seine Stärke als Zeitfahrer wieder unter Beweis gestellt, als er bei dem entscheidenden Einzelzeitfahren auf der 20. Etappe als Dritter ins Ziel kam und mit seiner starken Leistung seinen vierten Tour de France Sieg besiegelte.

Wird Chris Froome (hier bei der Tour de France) beim Einzelzeitfahren seine Fuhrung bei der Vuelta a Espana ausbauen konnen? (Foto: Sirotti)

Bei der Tour de France hatte Froome als Titelverteidiger nur jeweils 23 Sekunden und 29 Sekunden Vorsprung zu den Gesamtzweiten (Romain Bardet, AG2R La Mondiale) und Gesamtdritten (Rigoberto Uran, ), was die 20. Etappe allentscheidend machte. Man könnte daher meinen, mit einem größeren Vorsprung zu Nibali ist die Vuelta schon entschieden, auch wenn Nibali ein kompetenter Zeitfahrer ist.

Aber die Vuelta a España ist noch nicht vorbei: Nach dem Einzelzeitfahren folgen vier harte Etappen in den Bergen, gespickt mit brutalen Bergankünften und unnachgiebigen Anstiegen. Froome wird sich in Vorbereitung auf das, was noch kommen mag, einen Vorteil herausfahren können. Aber ob es ausreichen wird, werden wir erst am Ende der Woche wissen.

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