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Der Norweger sicherte sich mit einer starken und überzeugenden Leistung nach 220 Kilometern den Tagessieg der längsten Etappe der 104. Tour de France. Für Edvald Boasson Hagen war das sein erster Etappensieg seit 2011 und für sein Team, Dimension Data, der erste Tagessieg bei der diesjährigen Tour.

Boasson Hagen startete sein siegendes Manöver, als er 2,2 Kilometer vor dem Ziel in einen Kreisverkehr. Er und Nikias Arndt (Team Sunweb) fuhren rechts um den Kreis, der Rest der Gruppe links. Die rechte Seite war um einiges kürzer, was den zwei Fahrern einen großen Vorteil brachte.

(Foto: Sirotti)

Arndt, der bis zu dem Zeitpunkt wie eine Klette an Boasson gehangen hatte, konnte dem Norweger aber nicht mehr folgen, als der zum letzten großen Einsatz anzgog. Der Deutsche kam nach einem langen und anstrengenden Tag in der Ausreißergruppe hinter Boasson Hagen schließlich als Zweiter ins Ziel.

Bilder, die die Tour de France beschreiben: Das Peloton rollt ….(Fotos: Sirotti)

Die Gruppe von neun Fahrern, von der Boasson Hagen sich auf den letzten Kilometern so erfolgreich absetzte, hatte sich von einer 20-Mann starken Ausreißergruppe abgesetzt, als diese nach zahlreichen Angriffen letztendlich circa 20 Kilometer vor dem Ziel auseinanderbrach.

Es war eine typische Etappe der Tour de France: Sonnig, lang und landschaftlich traumhaft. Auch das Renngeschehen verlief nach dem traditionellem Schema eines langen Tages der Tour de France: Nach ein paar erfolglosen Fluchtversuchen konnte sich eine große Gruppe nach vorne absetzen und war nicht wieder gesehen. Die Ausreißer bauten schließlich einen satten Vorsprung von elf Minuten auf das Peloton auf.

In der Fluchtgruppe befanden sich unter anderem Bauke Mollema (Trek-Segafredo), Tony Gallopin (Lotto-Soudal), Lilian Calmejane (Direct Energie), Thomas De Gendt (Lotto-Soudal), Gianluca Brambilla (QuickStep Floors), Edvald Boasson Hagen (Dimension Data), Ben Swift (UAE Team Emirates) und Nikias Arndt (Sunweb).

…und rollt… (Foto: Sirotti)

Die Teams, die in der Ausreißergruppe repräsentiert waren, wollten die letzte Gelegenheit nutzen, sich einen Etappesieg bei der 104. Tour de France zu sichern. Dementsprechend aggressiv wurde vor allem auf den letzten 45 Kilometern gefahren. Ein Angriff jagte den nächsten und schon bald zersplitterte die Ausreißergruppe in zwei Hälften.

Bakelants, De Gendt, Bennati, Chavanel, Keukeleire, Boasson Hagen, Arndt, Gesbert und Albasini waren in der ersten Gruppe, die sich langsam aber sicher von den Verfolgern entfernte und schon bald einen Vorsprung von 13 Sekunden aubaute. Das Peloton war mit einem Abstand von 10 Minuten nirgends zu sehen.

Acht Kilometer zum Ziel und der Kampf ging erneut los, die Fahrer griffen untereinander an, und dennoch hielt die Gruppe zusammen. Bis ein Kreisverkehr das Renngeschehen entscheidend beeinflussen sollte: Arndt und Boasson Hagen nahmen die kurz Rennlinie um den Kreisverkehr und schafften sich einen Vorsprung vor den anderen.

Die zwei Fahrer zogen ab, aber gegen die Kraft und Power des Norwegers hatte Arndt, der eine starke Etappe gefahren war und bis zum Schluss kämpfte, keine Chance. Arndt wurde Zweiter, Keukeleire Dritter.

…und rollt auf einer langen Etappe durch traumhafte Landschaften Frankreichs (Foto: Sirotti)

Für Chris Froome (Team Sky) war heute ein recht entspannter und ereignisloser Tag. Er rollte mit seinem Team und dem Peloton  zwölf Minuten nach Boasson Hagen ins Ziel. Die Anwärter auf eine Platzierung in der Tour de France wollten es heute auf nichts ankommen lassen und ihre Beine für das entscheidende Zeitfahren morgen schonen.

Top-10 Klassement – 19. Etappe

  1. BOASSON HAGEN Edvald DIMENSION DATA 5:06:09
  2. ARNDT Nikias TEAM SUNWEB +0:00:05
  3. KEUKELEIRE Jens ORICA-SCOTT +0:00:17
  4. BENNATI Daniele MOVISTAR TEAM
  5. DE GENDT Thomas LOTTO SOUDAL
  6. CHAVANEL Sylvian DIRECT ENERGIE
  7. GESBERT Elie TEAM FORTUNEO-OSCARO
  8. BAKELANTS Jan AG2R LA MONDIALE
  9. ALBASINI Michael ORICA-SCOTT +0:00:19
  10. PERICHON Pierre Luc TEAM FORTUNEO-OSCARO +0:01:32
Das Peloton mit dem gelben Trikot rollte recht entspannt 12 Minuten nach Boasson Hagen ins Ziel. (Foto: Sirotti)
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