Share

Rennberichte & Analysen

Kittel siegt auf der 2. Etappe beim Tirreno-Adriatico

Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) holt sich seinen ersten Etappensieg seiner Saison

Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) holte sich mit seinem Tagessieg auf der zweiten Etappe des Tirreno-Adriatico seinen ersten Saisonsieg. Sein Team verhalf dem deutschen Sprinter mit einem perfekt ausgeführten Sprintzug zum Sieg im Massensprint.  Kittel setzte sich gegen den Weltmeister Peter Sagan (Bora-hansgrohe) und Giacomo Nizzolo (Trek-Segafredo) durch.

„Ich habe lange auf diesen Sieg gewartet“, sagte Kittel. „Es hat nicht immer alles perfekt geklappt und wir haben sehr hart gearbeitet. Endlich hat sich die harte Arbeit bezahlt gemacht, dieser Sieg ist der Lohn. Ich bin sehr glücklich. Das Team hat tolle Arbeit geleistet. Ich bedanke mich bei allen für ihre Hilfe. Ich glaube, dieser Sieg wird allen im Team einen Aufschwung geben.“

Marcel Kittel (Katusha Alpecin) gewinnt die zweite Etappe beim Tirreno-Adriatico. Für den deutschen Sprinter ist das sein erster Sieg der Saison. (Foto: Sirotti)

Die Führung in der Gesamtwertung wechselte von Damiano Caruso (BMC Racing) zum Teamkollegen Patrick Bevin, der als fünfter ins Ziel kam. Caruso liegt jetzt an zweiter Stelle der Gesamtwertung, Greg Van Avermaet an dritter und Rohan Dennis an vierter.

Im Massensprint konnte Kittel sich gegen Peter Sagan (Bora-hansgrohe) und Giacomo Nizzolo (Trek Segafredo) durchsetzen (Foto: Sirotti)

Die zweite Etappe des Rennens war ein Tag der Sprinter: Abgesehen von dem Anstieg Montemagno verlief die 167 km der Strecke flach von Camaiore nach Follonica, wo das Peloton drei 8,6-km-Runden fuhr. Vier Ausreißer versuchten schon früh im Rennen ihr Glück: Alexandr Foliforov (Gazprom-Rusvelo), Guy Sagiv (Israel Cycling Academy), Nicola Bagioli (Nippo-Vini Fantini) und Jacopo Mosca (Wilier Triestina-Selle Italia) setzten sich vom Hauptfeld ab und konnten sich nach 15 KIlometern einen Zeitabstand von über sechs Minuten herausfahren. Bagioli liess sich bald wieder vom Hauptfeld einholen, die restlichen drei Fahrer zogen das Tempo an und erweiterteten den Abstand auf sieben Minuten.

Auf der ersten der 8,6-Kilometer-Runden wurde das Trio der Ausreißer vom Hauptfeld eingeholt und regelrecht überrollt. Das Renngeschehen nahm seinen Lauf, die Teams der Sprinter fingen an, sich zu organisieren und das Rennen zu kontrollieren. BMC übernahmen die Führung und wurde von Mitchelton-Scott, Astana and Katusha-Alpecin herausgefordert. Das Peloton fuhr auf die letzte Runde und die Geschwindigkeit zog merklich an.

Trek-Segafredo, EF Education First-Drapac und Lotto Soudal setzten sich mit ihren Sprintern nach vorne. Aber ein Massensturz brachte den Rhythmus der exakt einstudierten Führungszüge durcheinander und 30 Fahrer zu Fall. Die Fahrer, die sich weiter vorne im Feld aufhielten waren vom Drama des Sturzes, das sich hinter ihnen abspielte, unbeeinträchtigt. Sie setzten sich ab und fuhren weiter, der erwartete Massensprint war nunmehr sieben Kilometer entfernt.

Die 167-k- Strecke der zweiten Etappe war ein Tag für die Sprinter: Nach einem Anstieg ging es flach zum Zielort und ein Kriterium über drei Runden. (Foto: Sirotti)

Auf den letzten Kilometern lagen noch Trek-Segafredo in Führung mit by EF Education First-Drapac heiß auf den Fersen. Aber Katusha-Alpecin hatte seinen eigenen Plan, den sie mit ihrem Sprinter Kittel verfolgten. Auf den letzten hundert Metern katapultierte das Team Kittel in den Sprint. Schon 50 Meter vor dem Ziel war es klar, dass der Sieg Kittel gehören würde.

„Es ist immer eine mentale Herausforderung, wenn es etwas länger dauert, bis man einen Sieg hat. Aber ich kann aus den Jahren, in denen ich Profi bin und die Erfahrungen, die ich in der Zeit gemacht habe, Vorteile ziehen. Ich kann mit dieser Situation gut umgehen“, sagte Kittel. „Ich war in jedem Rennen sehr motiviert, aber in den ersten Rennen ist nicht alles gut gelaufen, was zu erwarten war. Das ist eine große Erleichterung. Ich bin froh in Tirreno gewonnen zu haben. Es ist ein großes Rennen und mein erster großer Sieg der Saison für mich und das Team.“

Ein Sprinter, der auf dieser Etappe nicht um den Sieg kämpfte und durch Abwesenheit bemerkbar machte, war Mark Cavendish (Dimension Data). Durch einen Sturz während des Mannschaftzeitfahrens brach Cavendish sich eine Rippe und kam außerhalb des Zeitlimit ins Ziel. Die Rennleitung befand daher, dass Cavendish nicht mehr bei der zweiten Etappen starten konnte.

Geschäftsbedingungen

Gib bitte deine Email Adresse an, damit wir dich mit News, Updates und den neuesten Angeboten versorgen können. Falls du nicht mehr interessiert bist, kannst du dich jederzeit abmelden. Wir geben deine Daten nicht an Dritte weiter und werden dir nur Nachrichten schicken, die dich auch interessieren. Versprochen!

Read our full Privacy Policy as well as Terms & Conditions.

production