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Für den Vorjahressieger Tom Dumoulin (Team Sunweb) konnte es keinen besseren Anfang zum 101. Giro d’Italia geben:  Er gewann das Einzelzeitfahren der ersten Etappe in Jerusalem und sicherte sich das Maglia Rosa der Gesamtführung und einen souveränen Vorsprung vor seinen Rivalen. Chris Froome (Team Sky) hingegen liegt hinter den ersten zwanzig.

Der Holländer bewies mal wieder, dass er nicht umsonst der amtierende Weltmeister im Einzelzeitfahren ist, als er nach 12:02 Minuten auf der 9,7 Kilometer langen Strecke in Jerusalem ins Ziel kam. Er schlug Rohan Dennis (BMC Racing) um zwei Sekunden, Victor Campenaerts (Lotto Soudal) verpasste den zweiten Platz um ein paar Hunderstel an Sekunden an den Australier und liegt auf Rang drei.

Tom Dumoulin (Team Sunweb) siegt beim Einzelzeitfahren auf der 1. Etappe des 101. Giro d’Italia und führt in der Gesamtwertung vor Dennis Rohan (BMC Racing). Foto: Sirotti

„Ich habe mich in den letzten paar Tagen gut gefühlt, aber man muss sich immer auf das Rennen einstellen wie es laufen wird. Meine Wünsche sind in Erfüllung gegangen: der Sieg und ein guter Zeitvorsprung vor den Mitfavoriten. Also für mich ist das der perfekte Anfang“, sagte Dumoulin. „Die Strecke war für mich perfekt – sehr anspruchsvoll und ich kann auf dem Zeitfahrrad gut Kurven fahren. Es hieß Vollgas geben, sich erholen, Vollgas, Erholung – es war perfekt.“

Der Weltmeister im Einzelzeitfahren fuhr ein überzeugendes Rennen und holte sich einen beachtlichen Zeitvorsprung vor seinen Rivalen. (Foto: Sirotti)

Chris Froome (Team Sky) war der einzige, der Dumoulin ernsthafte Schwierigkeit machen und ihm das erste Maglia Rosa des 101. Giro d’Italia streitig machen konnte. Für viele war das Zeitfahren in Jerusalem das erste Aufeinandertreffen der Titanen im Zeitfahren in ihrem Kampf um die Führung beim Giro d’Italia. Dementsprechend warteten viele mit Spannung auf den Showdown zwischen dem Titelverteidiger und seinem Rivalen. Die Hand des Schicksals entschied sich am ersten Tag der Grand Tour für den Titelverteidiger.

Froome kam während einer Erkundungstour der Strecke am Morgen des Rennens schwer zu Fall und erlitt Hautabschürfungen. Der viermalige Tour de France Sieger, der einen Giro-d’Italia-Tour-de-France-Doppelsieg anvisiert, schien sich von seinem Sturz nicht erholen zu können und kam nach 12:39 ins Ziel, 37 Sekunden hinter Dumoulin. Mit diesem Ergebnis liegt Froome nach dem ersten Tag des Giro d’Italia außerhalb der ersten zwanzig Fahrer in der Gesamtwertung.

Froome war nicht der einzige Unglücksfall, der durch einen Sturz sein Ziel einer guten Platzierung zu Beginn des Giro d’Italia verfehlte: Auch Miguel Angel Lopez (Astana) stürzte während der Erkundungsfahrt und verlor eine Minute an den Titelverteidiger Dumoulin. Kanstantsin Siutsou (Bahrain-Merida) kam ebenfalls schwer zu Fall und brach sich einen Wirbel. Für ihn ist das Rennen zu Ende bevor es richtig losging.

 

Chris Froome (Team Sky) war der Hauptrivale für Dumoulin auf der ersten Etappe. Der viermalige Tour-de-France-Sieger schien sich nach einem Sturz während der Erkundung der Strecke nicht erholt zu haben. Er liegt 37 Sekunden hinter der Gesamtführung. (Foto: Sirotti)

Simon Yates (Mitchelton-Scott), der seinen ersten Giro d’Italia bestreitet, stellte eine gute Form zur Schau und wurde mit einer Zeit von 12:22 siebter. Domenico Pozzovivo war die Überraschung des Auftakts des 101. Giro d’Italia: Der Fahrer von Bahrain-Merida fuhr mit 12:29 zeitgleich mit dem viermaligen Weltmeister im Zeitfahren Tony Martin (Katusha-Alpecin).

Von den Anwärtern auf den Gesamtsieg, und Rivalen Dumoulins, war die Leistung von Thibaut Pinot (Groupama-FDJ), die dem Titelverteidiger am nächsten kam. Er befand sich dennoch 33 Sekunden hinter dem Weltmeister und sechs Sekunden vor Froome. Hinter Froome liegen Davide Formolo (Bora-Hansgrohe) mit 12:42, Esteban Chaves (Mitchelton-Scott) mit 12:48, George Bennett (LottoNL-Jumbo) mit 12:51, und Fabio Aru (UAE Team Emirates) mit 12:52.

Dumoulin führt mit einem Vorsprung von zwei Sekunden vor Dennis und Campenaerts in der Gesamtwertung. Dem Profil der nächsten Etappen in Jerusalem nach zur urteilen, wird der Team-Sunweb-Fahrer das Maglia Rosa behalten können, bis der Giro am Dienstag in Italien ankommt, um das Rennen fortzusetzen.

 

„Wir haben nicht vor, das Maglia Rosa jeden Tag zu verteidigen. Der Giro ist noch lang“, sagte Dumoulin. „Es ist toll, heute die Führung zu haben, aber es ist hart, die Führung drei Wochen lang zu halten. Wir werden weitersehen, was wir machen werden.“

Der Titelverteidiger in der Gesamtführung und einer seiner größten Rivalen nicht mal auf Tuchfühlung: Wenn der 101. Giro d’Italia so weitergeht, werden es noch spannende drei Wochen.

Als der Giro nach Jerusalem kam: Der Giro d’Italia ist die erste Grand Tour, die Etappen außerhalb Europas austrägt und wurde von den Fans begeistert begrüßt. (Foto: Sirotti)
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