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Rennberichte & Analysen

Giro d’Italia 2018 – Sam Bennett siegt auf der 12. Etappe

Der Bora-hansgrohe-Fahrer sichert sich seinen zweiten Etappensieg beim 101. Giro d'Italia, Simon Yates ist weiterhin in Führung.

Nach einer durchnässten, chaotischen und harten letzten Stunde im Rennen, gewann Sam Bennett (Bora-hansgrohe) seine zweite Etappe beim 101. Giro d’Italia. Der Ire holte alles aus sich heraus und lieferte eine beachtliche, starke Leistung als er auf den letzten 400 Metern von weit hinten ausholte und Matej Mohoric (Bahrain-Merida) und Carlos Betancur (Movistar) einholte, nur um an ihnen vorbeizustürmen und den Rest des Feldes hinter sich zu lassen.

Sein explosiver Angriff überrumpelte Danny van Poppel (LottoNL-Jumbo)  und Niccolo Bonifazio (Bahrain-Merida), die sich zu einem Sprint um den zweiten und dritten Platz gezwungen sahen als Bennett an ihnen vorbeiflog.

Sam Bennett (Bora-hansgrohe) gewinnt seine zweite Etappe beim 101. Giro d’Italia auf der 12. Etappe im Imola-Autodromo (Foto: Sirotti)

Trotz einer plötzlichen Teilung im Hauptfeld nur 30 Kilometer vor dem Ziel, das im Feld Panik auslöste, schaffte Simon Yates (Mitchelton-Scott) das Maglia Rosa unversehrt und ohne Zeitverluste an seine Rivalen im Peloton ins Ziel zu bringen.

Bei der Zieleinfahrt auf dem Motorcircuit nutzte Sam Bennett den rechten Augenblick, um seine Mitstreiter mit einem vorzeitigen und unvorhergesehenen Angriff zu überraschen. (Foto: Sirotti)

Das war der Augenblick, in dem sich das Rad des Rennschicksals zugunsten von Bennett drehte, denn Elia Viviani (Quick-Step Floors) befand sich nach der Trennung im Feld in der zweiten Gruppe. Nach 15 Kilometern, und bevor die Fahrer das Autodromo Enzo e Dino Ferrari erreichten, vereinten sich die zwei Gruppen wieder. Aber Viviani fand sich bald ohne jegliche Unterstützung hinten im Feld wieder. Das Rennen erreicht seine volle Geschwindigkeit und Viviani war vollends aus dem Rennen geworfen.

Bevor die Fahrer auf dem Rennparcours zum Sieg fahren würden, mussten sie nocheinmal die Strecke verlassen, um den Tre-Monti-Anstieg zu bewältigen, nur um auf der rasanten Abfahrt wieder Richtung Ziel zu stürmen. Schon bald war klar, dass dieses kein gewönliches Sprintfinale sein würde: Bennett befand sich auf einem flachen Teilstücken des Anstiegs alleine vorne im Feld, kein Team übernahm die Kontrolle, die Angriffe kamen von allen Seiten. Sogar das Maglia Rosa sah sich gezwungen, einen scharfen Sprint einzulegen, als sich eine Lücke zwischen ihm und  Rohan Dennis (BMC) und Richard Carapaz (Movistar) auftat, die ihm hätte gefährlich werden können, wenn er nicht reagiert hätte. Diego Ulissi (UAE Team Emirates) übernahm oben am Berg die Führung. Betancur war schnell an seiner Seite, wurde aber von Mohoric, dem Sieger der 10. Etappe und ein überragender Bergabfahrer, eingeholt. Mohoric und Betancur schafften es, mit ein paar Sekunden Vorsprung den Motorcircuit zu erreichen und konnten ihren Abstand bis in die letzten paar hundert Meter halten.

Das Peloton war komplett zersplittert und kein Team hatte die Chance, sich in einem Sprintzug zu organisieren, um ihren Sprinter and das Ziel zu bringen. Bennett setzte mit einem frühen Angriff alles aufs Spiel. Ein Risiko, das aufging. Sein Angriff kam überraschend und unvorhergesehen. Als die anderen Fahrer bemerkten, was vor sich ging, hatte Bennett sich abgesetzt und konnte mit seinem Angriff den Etappensieg für sich entscheiden.

Simon Yates (Mitchelton-Scott) kam unversehrt im Peloto ins Ziel und konnte das Maglia Rosa unagefochten verteidigen. (Foto: Sirotti)

“Der heutige Sieg, und wie er sich entfaltete, dass ich so früh zum Angriff überging und es schaffte, ist eine schöner Sieg. Das hat mein Selbstbewusstsein gestärkt“, sagte Bennett. „Wir hatten zwei Leute vorne, aber ich wusste nicht, wieviel Kraft sie hatten. Ich wollte mir nicht noch einen Etappensieg entgehen lassen, also entschloss ich mich, früh anzugreifen. Ich wusste nicht, ob ich durchhalten würde. Ich glaube, ich habe einige Fahrer überrascht, was sich zu meinem Vorteil entpuppte.“

Video: Etappe 12 des Giro d’Italia 2018

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