FAQ: Bikepacking durch Südafrika
1. Ist Südafrika ein sicheres Land fürs Bikepacking?
Ja, mit guter Planung und Routenwahl. Laut der südafrikanischen Pedal Power Association sollten Radfahrer:innen Hotspots meiden, bevorzugt in Gruppen fahren und nicht nachts unterwegs sein. Besonders in ländlichen Regionen ist Vorsicht angebracht. Offizielle Campsites und Unterkünfte bieten die höchste Sicherheit.
2. Darf man in Südafrika wild campen?
In vielen Regionen ist Wildcampen ohne Erlaubnis verboten. Gemeinden wie das Westkap untersagen Camping auf öffentlichem Land außerhalb ausgewiesener Plätze. Outdoor-Expert:innen warnen zudem aus Sicherheitsgründen davor, „irgendwo“ wild zu campen. Besser: Offizielle Campsites oder Farmstays nutzen.
3. Welche Jahreszeit eignet sich am besten für Bikepacking in Südafrika?
- Westkap und Garden Route: Mai–Oktober, mildere Temperaturen.
- Karoo: September – November und März – Mai, da der südafrikanischer Sommer (Dezember – Februar) extrem heiß sein kann.
- Drakensberge/Dragon’s Spine: September – November und März – Mai wegen Gewittergefahr zwischen Dezember – Februar.
4. Braucht man ein Gravelbike oder Mountainbike?
Beides ist möglich, aber die meisten Routen, etwa die Western Cape Passes oder die SAND-Karoo-Route, bestehen überwiegend aus Gravel- und Dirt Roads. Ein Gravelbike mit 40–50 mm Reifen oder ein Hardtail-MTB ist ideal.
5. Wie viel Wasser muss man mitnehmen?
In trockenen Regionen wie der Tankwa Karoo solltest du 3–5+ Liter mitführen, da Versorgungsstellen rar sind. Tourenberichte betonen die extreme Trockenheit und Hitze. Wasserfilter oder -tabletten sind sinnvoll.
6. Welche Routen eignen sich für Einsteiger?
- Garden Route: Gute Infrastruktur, viele Unterkünfte, gemäßigte Steigungen.
- Klein Karoo / To Hell ’n Gone: Anspruchsvoll, aber moderat und gut planbar.
- Wer zum ersten Mal in Südafrika fährt, startet oft am Westkap.
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7. Welche Route ist die anspruchsvollste?
Die Dragon’s Spine gilt als eine der härtesten Bikepacking-Strecken des Landes: ca. 4.023 km, 85 % Offroad und über 47.000 Höhenmeter. Sie ist nur für erfahrene Bikepacker;innen empfohlen.
8. Wo kann man übernachten?
- Offizielle Campingplätze (oft gut ausgestattet)
- Farmstays und Guesthouses
- Backpacker Hostels
- Reservierungen können in der Ferienzeit wichtig sein, besonders entlang der Garden Route oder in Nationalparks.
9. Welche Navigations-Apps funktionieren gut?
Für Südafrika-Bikepacking bewährt:
- Komoot
- RideWithGPS
- Offline-Karten auf GPS-Gerät
10. Muss man sein Bike im Flugzeug speziell vorbereiten?
Ja, Airlines verlangen in der Regel:
- Pedale abschrauben
- Lenker querstellen
- Luft ablassen (je nach Airline)
- Rad in Bike-Bag oder Karton verpacken
- Viele Bikepacker:innen starten direkt in Kapstadt, da die Region besonders viele Gravelrouten bietet.
11. Welche speziellen Risiken gibt es in der Karoo?
- Extreme Hitze und fehlender Schatten
- Große Entfernungen zwischen Wasserstellen
- Schotterpisten mit Wellblech
12. Braucht man eine besondere Versicherung?
Empfohlen wird eine Reise- und Unfallversicherung, die Bikepacking, Offroad-Fahren und ggf. Bike-Diebstahl abdeckt. Der südafrikanische Gesundheitsdienst ist gut, aber private Behandlung kann teuer sein.
13. Kann man in Nationalparks radfahren?
Ja, aber nicht überall. Einige Parks erlauben Radfahren nur auf ausgewählten Straßen; viele Trails sind Wandernden vorbehalten (z. B. Table Mountain). Informationen gibt es bei SANParks.