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Radkoffer & Transport

Polaris Bike Pod Pro Radkoffer im Test

Jedes Jahr stellt sich im Frühjahr für viele ambitionierte Radfahrer die gleiche Frage. Klappt das mit dem alten Radkoffer noch oder muss ein neuer Koffer her? Wir haben uns mit einem Polaris-Koffer ein seltenes Exemplar ins Haus geholt und ausprobiert…

Auf den ersten Blick fühlt man sich ein wenig an Mitbewerberprodukte aus Italien erinnert. Der Eindruck täuscht aber, Polaris verbaut die beiden Laufräder an beiden Kofferseiten, nicht versetzt übereinander. Die Formgebung des Polypropylen-Schalenkoffers ist aber sehr ähnlich dem Scicon AeroTech Evo und hat einige Vorteile gegenüber den riesigen Schrankwänden anderer Hersteller. Sollte man meinen, einige davon sind aber pure Illusion. Wir klären auf.

Der Polaris Bike Pod Pro wird in England hergestellt, ist inzwischen aber auch in Deutschland bei vielen Radhändlern und im Online-Versandhandel erhältlich. Der aktuelle Preis liegt bei etwa 600 Euro.

Radkoffer und Flugzeuge

Umso kleiner ein Radkoffer ist, desto besser gehen die Gepäckabfertiger am Flughafen damit um. Man kann ihn nämlich besser packen, glauben viele Radfahrer. Stimmt aber nicht! In der Realität entscheiden vorhandene Griffe und Griffmulden, das Gewicht und auch die Größe über den Umgang mit dem wertvollen Gut. Klein wirft und hebt  sich gut – während große Koffer dafür meist zu sperrig sind. Allerdings müssen wir zugeben, dass der Umgang mit Radkoffern in den letzten 15 Jahren und vor allem an Flughäfen wertschätzender abläuft.

Maße des Polaris Bike Pod Pro

Der englische Radkoffer fällt mit den Maßen 116 x 86 x 260cm recht klein aus, kann aber neben Rennrädern auch Mountainbikes transportieren. Dafür müssen beide Radtypen teilweise demontiert werden. Wir haben das mit einem Cervélo R5 in Rahmengröße 54 ausprobiert, beide Laufräder entnommen und den Lenker abgezogen. Das reicht um ein Rennrad im Koffer zu verbauen. In der Galerie auf Seite 2 zeigen wir wie das geht.

Besonderheiten und Zubehör

Die beiden Kofferhälften sind aus dem sehr widerstandsfähigen und weitestgehend bruchstabilen Polypropylen gefertigt. PP gibt bei Belastung mit Flex nach und kann die beim Transport typischen Stöße und auch ein Umfallen gut absorbieren ohne zu reißen. Auf der Kofferunterseite sind die Kofferschalen mit einem durchgehenden Scharnier aus Metall verbunden. Nicht nur das Scharnier, sondern auch andere Bauteile wie Verschlüsse, Griffe und Zugschlaufen sind vernietet.

Die Anbauteile sind stabil vernietet und lassen sich im Schadensfall laut Polaris austauschen. Selbst tauschen kann man die Lenkrollen, sie sind verschraubt.
Die Rollen sind mit sich selbst sichernden Muttern verschraubt und lassen sich blitzschnell wechseln.

Bei den Rollen setzt Polaris am 10,6 Kilogramm leichten Koffer auf vier recht kleine Kunststoffrollen. Die vorderen sind voll drehbar. Hinten sind die Achsen starr verbaut, damit der Koffer sich nicht verselbständigen kann. Die verwendete Größe ist auch bei gleichpreisigen Konkurrenzmodellen üblich, leider, denn größere und spitzer zulaufende Leichtlaufrollen bieten mehr Komfort, sind erheblich leiser und poltern nicht so über unebene Straßen. Außerdem lassen sich so ausgestattete Koffer besser über Hindernisse ziehen.
Dafür sind die Rollen aber per Inbusschrauben mit innen liegender Mutter verschraubt und können in Minuten getauscht werden. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn der Koffer lange genutzt werden soll.

Vier abschließbare Schnellverschlüsse halten den Koffer in Form und verschlossen. Zwei Schlüssel werden mitgeliefert.
Als Zubehör liegt dem Polaris Bike Pod Pro ein Beutel für Kleinteile wie Schnellspanner und Pedale, zwei Schutzkappen für die Achsaufnahme der Laufräder, 4 Spanngurte und 8 wiederverwendbare Kabelbinder bei. Die Gabel und der Hinterbau werden mit Kunstoffbrücken vor Beschädigung geschützt.

An der Zugseite des Koffers befindet sich ein Griffstück zum Ziehen des Koffers. Dieses wird mit einem Karabiner links und rechts in Ösen eingehängt. An den drei anderen Eckpunkten des Koffers sind beidseitig Griffmulden in die Schale integriert und erlauben so in jeder Position gute Kontrolle beim Packen und Verstauen des Koffers. Das ist vor allem für den Transport in Autos oder Bussen wichtig, wo es sehr eng zugeht und man gezwungen ist das Gepäckstück einzupassen.

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