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Tests

Bianchi Sempre Pro mit Ultegra Di2 im Test

Das Bianchi Sempre Pro ist eine erstklassige Rennmaschine aus dem mittleren Preissegment, für alle Fahrer die Wert auf Geschwindigkeit legen.

Wir haben zwei verschiedene Ausführungen des Bianchi Sempre Pro getestet: Ein Modell mit einer SRAM Red-Gruppe und Vision TriMax 42mm-Laufrädern mit Carbonbeschichtung. Das andere Modell ist mit der Shimano Ultegra Di2-Gruppe und Fulcrum Racing Quattro-Laufrädern ausgestattet.

Das Bianchi Sempre Pro mit Ultegra Di2 Gruppe.

Das Rahmenset

Das Rahmenset ist steif aber nicht frei von Kritik. Sprints auf langen flachen Straßen zeigen die exzellente Kraftübertragung des Sempre Pro. Auch sitzende Anstiege bewältigt das Sempre Pro ohne Probleme. Ein Großteil dieser tollen Eigenschaften kommt vom 406mm Hinterbau.

Die Steifigkeit des Sempre Pro ist nicht auf den hinteren Teil des Bikes beschränkt. Die Probleme kommen eher vom riesigen Unterrohr und dem rautenförmigen Oberrohr. Das merkt man vor allem wenn man während eines Sprints oder schnellen Anstiegs nicht mehr im Sattel sitzt und schnelle Kurven fährt.

Das Sempre Pro steht für pure Geschwindigkeit und gefällt einem erfahrenen Fahrer vielleicht besser als einem Einsteiger, weil beim Sempre Pro etwas Erfahrung im Sattel nicht schaden kann.

Die Gruppe

Das Bike ist mit der elektronischen Shimano Ultegra Di2 ausgestattet und mit knapp 4.000€ das Flaggschiff der Sempre Pro-Klasse. Auffällig, aber nicht unüblich ist das sperrige Design des Umwerfers und die externe Batterie. Die Leistung ist exzellent.

Fahrer, die zum ersten Mal mit der Di2 fahren, werden von der Leistung beeindruckt sein. Vor allem die vordere Mechanik funktioniert fehlerfrei. Auch die Kettenabriebskorrektur lässt keine Wünsche offen.

Shimanos Ultegra Di2 überzeugt am Bianchi Sempre Pro völlig.

Man kann eigentlich nichts Schlechtes an der Ultegra Di2 finden. Auch der etwas mechanische Eindruck, den die Schaltung erweckt, ist nicht der Rede wert. Man kann aber davon ausgehen, dass der Ultegra bei der nächsten Überarbeitung einige Funktionen der Dura Ace Di2 spendiert werden.

Damit du jetzt nicht denkst es ginge hier nur um einen Test der Shimano Ultegra Di2 fokussieren wir wieder aiuf das Bianchi Sempre Pro und vor allem die mechanischen Ausführungen des Modells. Mit mechanischer Campagnolo-Gruppe gibt es zum Beispiel ein Modell für 2.199€.

Das FSA Energy Kettenset hat uns an einer so feinen Maschine doch etwas enttäuscht. Die Leistung ist zwar ausreichend, überzeugt uns aber nicht völlig. Wir haben nichts an Shimanos Ultegra Kurbel auszusetzen und würden sie gerne am Sempre Pro sehen. Der einzige Kritikpunkt an unserem Sempre Pro ist also die Kurbel. Hier würden wir uns ein Upgrade wünschen.

Ein weiterer Punkt, den wir gerne verbessern würden ist Fulcrums Racing Quattro-Laufradset. Die Laufräder sind an sich nicht schlecht, nur geben sie dem Rahmen nicht die Chance in höhere Leistungslevel aufzusteigen, die mit erreicht werden könnten.

Das Fulcrum Racing Quattro-Laufradset schafft es nicht Bianchis Sempre Pro-Potential zu nutzen.

Vor allem im Sommer könnten leichtere und schnellere Laufräder das Sempre Pro deutlich verbessern. Dafür freuen wir uns über den San Marcos Concor-Sattel und FSAs Reparto Corse-Vorbau und Sattelstange am Sempre Pro.

Fazit

In einer Industrie, der es anscheinend nur noch um Komfort geht, ist es schön einen Rennrad-Hersteller zu sehen, der auch wirklich noch ein Rennrad herstellt. Es freut uns vor allem, das bei einem derart traditionsreichen Hersteller wie Bianchi zu sehen. Das Sempre Pro ist steif und vor allem schnell. Genau das gefällt uns.

Preis: 3.900€ (Straßenpreis)
Hersteller: Bianchi

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