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Werkstatt & Material

Patchnride – Reifen flicken per Injektion

Mit einer neue Idee sollen wir Radsportler in Zukunft innerhalb von Sekunden undichte Tubelessreifen und Schläuche dichten können ohne dabei das Laufrad demontieren zu müssen.

Alter Hut, denkt man sich in der ersten Sekunde – Dichtmilch gibt es doch schon lange und außerdem funktioniert das ohne unser Zutun. Alexander Deiser und Georg Fethko aus Kalifornien haben sich aber etwas anderes ausgedacht und dabei geht es nicht um Sealants.

Mit ihrer Idee gründeten sie auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo eine Projektseite, um Geld für die Entwicklung von Patchnride zusammeln. 5.000 US-Dollar sollten es werden, bis heute wurden jedoch fast 70.000 Dollar eingesammelt. Crowdfunding-Teilnehmer von Patchnride erhalten für 30 Dollar (plus Versand) den Injektor, zwei Patronen und zwei Leck-Detektoren. Die Auslieferung der ersten Exemplare startet Mitte Dezember 2014, während das Indiegogo-Projekt am 05. Oktober endet.

Patchnride – das Tool enthält den Flicken und Kleber für eine Reparatur. An einer Version für mehrere Reparaturen arbeitet man gerade.

Funktion von Patchnride

Das System von Patchnride besteht aus einem Leckfinder und dem Injektor mit einer Patrone. Der “Leck Detektor” ist vielleicht ein wenig hochtrabend für einen Lappen mit einer seifehaltigen Lösung, erfüllt aber seinen Zweck.

Viel interessanter ist da schon der Injektor mit seinem Single-Shot-Mechanismus. Für eine Reparatur kommen Löcher und kleine Risse bis max. 3mm in der Manteldecke bei Tubelessreifen oder auch im Schlauch in Betracht. Geplatzten Schläuchen ist mit Patchnride nicht mehr zu helfen und das gilt im Übrigen auch für Leckagen an der Reifenflanke.

Ist das Leck erst einmal anhand der kleinen Luftbläschen auf der Reifenoberseite identifiziert, nimmt man das Patchnride-Tool (12cm, 100g) zur Hand und sticht mit einer drehenden Bewegung durch den Reifen und ggf. Schlauch. Dafür verfügt das Tool über eine Metallspitze, die im zweiten Schritt der Reparatur Platz für den Patch macht. Dieser kleine Flicken wird durch die Spitze der Patrone in den Reifen/Schlauch gedrückt, entfaltet sich dort und bekommt mit dem letzten Rest des Drucks auf den Injektor auch noch den notwendigen Kleber geliefert. Beim Herausziehen der Füllsitze zieht man den Patch auf den Kleber – den Rest erledigt der Luftdruck. Dafür ist die mitgeführte Luftpumpe oder Kartusche unerlässlich.

Kompatible Reifen

Patchnride soll sowohl mit Rennrad- und Tourenreifen, als auch mit Mountainbikereifen funktionieren und diese meint gleichermaßen Reifen mit klassischem Schlauch als auch Tubeless- und Schlauchreifen. Allerdings benötigen die schlauchgebundenen Systeme eine andere Patrone als Tubeless (ab Ende 2014 verfügbar).

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