Fotos: La Vuelta Femenina
Die legendäre Auffahrt zum Alto de l’Angliru hat schon zahlreiche Kapitel der Radsportgeschichte geschrieben. Nun kommt ein weiteres hinzu: Bei der La Vuelta Femenina 2026 vom 03. – 09. Mai 2026 sorgte die 23-jährige Spanierin Paula Blasi für einen denkwürdigen Umbruch im internationalen Frauenradsport. Mit einer beeindruckenden Attacke an den steilsten Rampen des gefürchteten Anstiegs entriss die Fahrerin des UAE Team ADQ der bisherigen Gesamtführenden Anna van der Breggen das Rote Trikot und feierte als erste Spanierin überhaupt den Gesamtsieg bei der Frauen-Vuelta.
Während die Schweizerin Petra Stiasny (Human Powered Health) den prestigeträchtigen Etappensieg auf dem Angliru sicherte, gehörte der große Moment des Tages zweifellos Blasi. Ihr Triumph könnte den Beginn einer neuen Ära im spanischen Frauenradsport markieren.
Die schwerste Etappe der Vuelta-Geschichte
Die siebte und letzte Etappe führte über 132,9 Kilometer von Pola de Laviana hinauf zum berüchtigten Alto de l’Angliru in Asturien. Mit insgesamt 3.266 Höhenmetern und vier kategorisierten Anstiegen galt der Abschnitt bereits vor dem Start als die anspruchsvollste Etappe, die jemals bei der La Vuelta Femenina ausgetragen wurde.
Besonders der Schlussanstieg stellte das Fahrerinnenfeld vor eine enorme Herausforderung. Der Angliru misst 12,4 Kilometer bei durchschnittlich 9,7 Prozent Steigung. In einigen Passagen erreichen die Rampen sogar bis zu 23 Prozent, Werte, die selbst bei den Profis Respekt auslösen. Schon früh wurde deutlich, dass dieser Tag über Sieg und Niederlage entscheiden würde.


