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Profi-Radsport

Giro d’Italia 2026: Jonas Vingegaard schreibt Geschichte

Jonathan Milan triumphiert auf der Schlussetappe in Rom

Jonas Vingegaard hat Radsportgeschichte geschrieben. Der Däne von Visma | Lease a Bike gewann den Giro d’Italia 2026 bei seinem Debüt und komplettierte damit als erst achter Fahrer der Geschichte den prestigeträchtigen Grand-Tour-Hattrick aus Giro d’Italia, Tour de France und Vuelta a España. Auf der letzten Etappe in Rom sicherte sich der Italiener Jonathan Milan (Lidl-Trek) den Tagessieg im Massensprint und sorgte für einen emotionalen Abschluss der dreiwöchigen Rundfahrt.

 

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Vingegaard dominiert den Giro d’Italia 2026

Als der Giro d’Italia vor drei Wochen in Bulgarien gestartet wurde, galt Jonas Vingegaard bereits als Topfavorit. Dass der zweifache Tour-de-France-Sieger die Rundfahrt jedoch derart dominieren würde, hatten selbst viele Experten nicht erwartet.

Der 29-Jährige gewann gleich fünf der sechs Bergankünfte und ließ seinen Konkurrenten in den Alpen und Dolomiten kaum eine Chance. Bereits in der zweiten Rennhälfte hatte sich Vingegaard ein komfortables Polster erarbeitet, das er auf den letzten Etappen souverän verteidigte.

Mit einer Gesamtzeit von 83:22:51 Stunden sicherte sich der Däne die Maglia Rosa vor dem Österreicher Felix Gall (Decathlon CMA CGM), der mit 5:22 Minuten Rückstand Zweiter wurde. Rang drei ging an den Australier Jai Hindley (Red Bull-BORA-hansgrohe), der 6:25 Minuten hinter dem Gesamtsieger lag.

Giro d’Italia 2026: Gesamtwertung

1. Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) – 83:22:51 Std.
2. Felix Gall (Decathlon CMA CGM) +5:22 Min.
3. Jai Hindley (Red Bull-BORA-hansgrohe) +6:25 Min.
4. Thymen Arensman (Netcompany INEOS) +7:02 Min.
5. Derek Gee (Lidl-Trek) +7:56 Min.

Historischer Meilenstein: Vingegaard reiht sich in exklusive Liste ein

Mit seinem Erfolg beim Giro erreicht Vingegaard eine Dimension, die nur wenigen Fahrern der Radsportgeschichte vorbehalten ist. Vor ihm gelang es lediglich sieben Profis, alle drei Grand Tours mindestens einmal zu gewinnen.

Der Däne tritt damit in die Fußstapfen von Legenden wie Eddy Merckx, Bernard Hinault, Alberto Contador, Vincenzo Nibali oder Chris Froome.

Nach der Zielankunft in Rom zeigte sich Vingegaard emotional:

„Es ist unglaublich, meinen Namen auf der Trofeo Senza Fine zu sehen. Die Maglia Rosa durch die Straßen Roms zu tragen, ist eine außergewöhnliche Ehre. Diesen Moment mit meiner Frau und meinen Kindern zu teilen, bedeutet mir alles.“ – Vingegaard

Für Visma | Lease a Bike ist der Giro-Sieg ein weiterer Höhepunkt nach den Tour-de-France-Erfolgen der vergangenen Jahre und unterstreicht die anhaltende Dominanz des niederländischen Teams im internationalen Profiradsport.

Rom erlebt spektakulären Schlusstag

Die traditionelle Schlussetappe in Rom bot den erwarteten Sprintshowdown, allerdings erst nach einem packenden Finale. Auf dem schnellen Stadtkurs durch die italienische Hauptstadt versuchten mehrere Fahrer, den Sprintern die Show zu stehlen. Besonders Filippo Ganna (INEOS Grenadiers) sorgte mit einer späten Attacke für Aufsehen. Gemeinsam mit Jasper Stuyven und Matteo Sobrero setzte sich der Zeitfahr-Spezialist vom Feld ab und versuchte, die zahlreichen Kurven des Rundkurses zu seinem Vorteil zu nutzen. Doch das Peloton kontrollierte die Situation konsequent und stellte die Ausreißer wenige Kilometer vor dem Ziel.

Jonathan Milan krönt starke Giro-Leistung mit Etappensieg

Im finalen Sprint setzte sich schließlich Jonathan Milan durch. Der Italiener von Lidl-Trek bewies auf den letzten Metern seine enorme Endgeschwindigkeit und verwies Giovanni Lonardi (Polti VisitMalta) sowie Paul Penhoët (Groupama-FDJ) auf die Plätze.

Für Milan war der Erfolg besonders emotional. Nachdem er während des Giro mehrfach knapp am Etappensieg vorbeigeschrammt war, gelang ihm ausgerechnet in Rom der ersehnte Triumph.

„Wir haben jeden Tag alles gegeben, um dieses Ziel zu erreichen. Hier in Rom zu gewinnen, macht diesen Erfolg noch spezieller.“ – Milan

Ergebnis der 21. Etappe

1. Jonathan Milan (Lidl-Trek) – 3:05:50 Std.
2. Giovanni Lonardi (Polti VisitMalta)
3. Paul Penhoët (Groupama-FDJ)
4. Dylan Groenewegen (Unibet Rose Rockets)
5. Madis Mihkels (EF Education-EasyPost)

 

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Felix Gall sorgt für österreichisches Highlight

Aus deutschsprachiger Sicht sorgte vor allem Felix Gall für Begeisterung. Der Österreicher zeigte über die gesamten drei Wochen eine beeindruckende Konstanz und fuhr das beste Grand-Tour-Ergebnis seiner Karriere ein.

Besonders in den Hochgebirgsetappen präsentierte sich der Fahrer von Decathlon CMA CGM auf Augenhöhe mit den stärksten Kletterern des Feldes. Nur dem überragenden Vingegaard hatte Gall letztlich nichts entgegenzusetzen.

Der Giro 2026 setzt neue Maßstäbe

Mit dem Start in Bulgarien und dem Finale in Rom bot der Giro d’Italia 2026 eine Mischung aus spektakulären Landschaften, anspruchsvollen Bergetappen und hochklassigem Rennsport. Die Rundfahrt wird vor allem als jene Ausgabe in Erinnerung bleiben, bei der Jonas Vingegaard endgültig in den Olymp des Radsports aufstieg.

Während Jonathan Milan den italienischen Fans auf der Schlussetappe einen Heimsieg bescherte, gehörte die große Bühne in Rom letztlich Jonas Vingegaard. Der Däne schrieb Geschichte, und setzte seiner bereits außergewöhnlichen Karriere ein weiteres Kapitel hinzu.

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