Foto: Giro d’Italia Women 2026
Der Giro d’Italia Women 2026 endet mit einem historischen Erfolg für den deutschen Frauenradsport. Während Demi Vollering (FDJ-SUEZ) auf der letzten Etappe noch das Maglia Rosa eroberte und die Rundfahrt gewann, sorgte vor allem Antonia Niedermaier für Schlagzeilen. Die 23-jährige Fahrerin von Canyon-SRAM fuhr auf den zweiten Gesamtrang und erreichte damit das bislang größte Ergebnis ihrer Karriere bei einer Grand Tour.
Für Niedermaier ist es ein weiterer Meilenstein in ihrer beeindruckenden Entwicklung. Nach Platz sechs im Jahr 2024 und Rang fünf im vergangenen Jahr schaffte die deutsche Meisterin im Zeitfahren nun den Sprung auf das Podium der wichtigsten Rundfahrt im Frauenradsport neben der Tour de France Femmes und der Vuelta Femenina.
Antonia Niedermaier erreicht die Weltspitze
Über die neun Etappen des Giro d’Italia Women präsentierte sich Niedermaier als eine der konstantesten Fahrerinnen des Feldes. Die ehemalige Mountainbikerin behauptete sich sowohl in den Bergen als auch gegen die starke internationale Konkurrenz und hielt sich bis zum Finale in Schlagdistanz zu den Favoritinnen Demi Vollering und Anna van der Breggen.
Besonders auf den schweren Bergetappen zeigte die Fahrerin des deutschen Canyon-SRAM-Teams ihre Klasse. Während andere Fahrerinnen Zeit verloren, etablierte sich Niedermaier endgültig als ernsthafte Anwärterin auf einen Podiumsplatz. Am Ende musste sie sich lediglich der Gesamtsiegerin Demi Vollering geschlagen geben und verwies die vierfache Giro-Siegerin Anna van der Breggen auf Rang drei.
Für den deutschen Frauenradsport ist das Ergebnis von enormer Bedeutung. Seit Jahren wird Niedermaier als eines der größten Talente des Landes gehandelt. Mit ihrem zweiten Platz beim Giro hat sie nun bewiesen, dass sie bei den größten Rundfahrten der Welt um den Gesamtsieg kämpfen kann.