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La Stelvio Santini 2026

Hobby-Radsport

La Stelvio Santini 2026: Gravel-Premiere, Sieger:innen und Ergebnisse

Gravel feierte sein Debut bei La Stelvio Santini 2026

1.200 Teilnehmer aus 42 Nationen, eine erfolgreiche Gravel-Premiere und spektakuläre Anstiege am Stilfserjoch und Mortirolo: Die 14. Ausgabe der La Stelvio Santini hat einmal mehr gezeigt, warum die Region Alta Valtellina zu den faszinierendsten Radsportdestinationen Europas zählt.

La Stelvio Santini 2026

La Stelvio Santini 2026 erweitert das Konzept um ein Gravel-Event

Die La Stelvio Santini zählt seit Jahren zu den bekanntesten Jedermann Radsportveranstaltungen Italiens. 2026 wurde das Event erstmals um eine eigenständige Gravel-Ausfahrt erweitert. Bereits am Samstag rollten die Teilnehmer auf Schotterwegen, Waldpfaden und historischen Militärstraßen durch die beeindruckende Bergwelt der Alta Valtellina rund um Bormio.

Mit der Einführung der Gravel-Version reagierten die Veranstalter auf den anhaltenden Boom des Gravel-Bikings. Gemeinsam mit 3T wurde ein Format entwickelt, das die Philosophie der Straßenveranstaltung übernimmt: Gewertet werden ausschließlich die Zeiten auf ausgewählten Bergsegmenten, während Abfahrten und technische Passagen außerhalb der Zeitnahme liegen. Dieses Konzept soll die Sicherheit erhöhen und gleichzeitig den sportlichen Charakter bewahren.

Paola Santini, Marketing Manager von Santini Cycling, bezeichnete Gravel als „natürliche Erweiterung des Straßenradsports“ und zeigte sich mit der Premiere äußerst zufrieden. Das Feedback der Teilnehmer und der eingeladenen internationalen Medienvertreter sei durchweg positiv ausgefallen.

La Stelvio Santini 2026

Alta Valtellina: Traumrevier für Gravel- und Rennradfahrer

Die Region rund um Bormio bietet ideale Voraussetzungen für ambitionierte Radfahrer. Während Rennradfans die legendären Anstiege des Stilfserjochs, Mortirolo oder Gavia kennen, eröffnet das weit verzweigte Netz aus Schotterstraßen und Waldwegen inzwischen auch Gravel-Enthusiasten neue Möglichkeiten. Für die Premiere standen zwei Strecken zur Auswahl:

Gravel Kurzstrecke

  • 44 Kilometer
  • 1.400 Höhenmeter
  • ein gewerteter Bergabschnitt

Gravel Langstrecke

  • 70 Kilometer
  • 2.000 Höhenmeter
  • zwei gewertete Anstiege

Besonders die Auffahrt nach Boscopiano in Richtung der Cancano-Seen entwickelte sich zum Schlüsselmoment der Langdistanz. Auf vier Kilometern mussten die Fahrer satte 542 Höhenmeter überwinden, eine durchschnittliche Steigung von 12,8 Prozent. Diese anspruchsvolle Schotterrampe entschied letztlich über den Sieg.

Die Sieger der ersten La Stelvio Santini Gravel

Bei den Männern setzte sich auf der 70-Kilometer-Distanz der Österreicher Gerald Grundner vom Radl-Eck Racing Team durch. Bei den Frauen gewann die Schweizerin Maria Ossowska vom Team RV Einsiedeln.

Auf der kürzeren 44-Kilometer-Strecke gingen die Siege an den Belgier Marijn Kemper vom Barbob Cycling Team sowie an die Spanierin Ana Martinez Romero vom Team Sulawesi Adventures.

Podium Gravel 70 km Männer

1. Gerald Grundner (Österreich) – 37:56 Minuten
2. Thomas Bormolini – 41:02 Minuten
3. Markus Glettler (Österreich) – 43:26 Minuten

Podium Gravel 70 km Frauen

1. Maria Ossowska (Schweiz) – 53:39 Minuten
2. Matilde Bolzan (Italien) – 57:20 Minuten
3. Claudia Avanzi (Italien) – 1:02:32 Stunden

Podium Gravel 44 km Männer

1. Marijn Kemper (Belgien) – 19:23 Minuten
2. Nicolas Tufarolo (Schweiz) – 19:50 Minuten
3. Josep Maria Soler Torradas (Spanien) – 19:53 Minuten

Podium Gravel 44 km Frauen

1. Ana Martinez Romero (Spanien) – 23:45 Minuten
2. Elena Martinello (Italien) – 25:34 Minuten
3. Elien Goris (Belgien) – 25:43 Minuten

La Stelvio Santini 2026

Stelvio Santini Rennrad: Das Highlight bleibt das Stilfserjoch

Am Sonntag rückte dann die traditionelle Straßenveranstaltung in den Mittelpunkt. Die La Stelvio Santini gilt für viele Hobbyfahrer als eine der schönsten Alpen-Herausforderungen überhaupt. Schließlich führt sie über einige der legendärsten Anstiege des internationalen Radsports.

Insgesamt nahmen 1.200 Fahrerinnen und Fahrer aus 42 Nationen teil. Zur Auswahl standen drei Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Long Route

  • 130 Kilometer
  • 4.270 Höhenmeter
  • Rogorbello, Mortirolo und Stilfserjoch

Medium Route

  • 108 Kilometer
  • 3.050 Höhenmeter
  • Rogorbello und Stilfserjoch

Short Route

  • 64 Kilometer
  • 2.280 Höhenmeter
  • Stilfserjoch als zentraler Anstieg

Die Wertung erfolgt traditionell über die addierten Zeiten auf den ausgewählten Bergsegmenten. Dadurch liegt der Fokus klar auf den Anstiegen und nicht auf riskanten Abfahrten.

La Stelvio Santini 2026
Foto: Francesco Bergamaschi

Die Könige und Königinnen des Berges 2026

Auf der anspruchsvollen Langstrecke mit Mortirolo und Stilfserjoch sicherten sich Piero Lorenzini vom Team Factor Hicari Stemax sowie die Französin Angélina Shandro die schnellsten Gesamtzeiten an den Anstiegen und damit die prestigeträchtigen Titel „King of the Mountain“ und „Queen of the Mountain“.

Auf der Mittelstrecke triumphierten Andrea Spasaro vom Team Santini Squadra Corse und Alicya Jouet vom französischen Team Etoile Cycliste Lyon Monplaisir.

Die Kurzdistanz über das legendäre Stilfserjoch gewann Samuele Toniatti vom Team US Bormiese. Bei den Frauen setzte sich die Österreicherin Patricia Steinkellner vom Bike- und Radsportclub Lavanttal durch.

Bormio etabliert sich als Ganzjahresziel für ambitionierte Radfahrer

Mit der erfolgreichen Einführung des Gravel-Formats hat die La Stelvio Santini ihre Position als eines der vielseitigsten Radsportevents Europas weiter ausgebaut. Während das Stilfserjoch weiterhin als ikonisches Ziel für Rennradfahrer gilt, erschließen die Schotterpisten rund um die Cancano-Seen, Madonna dei Monti oder die Burat-Wall nun auch Gravel-Bikern neue Abenteuer.

Die Kombination aus hochalpinen Passstraßen, anspruchsvollen Schotterwegen und einer perfekt auf den Radsport ausgerichteten Infrastruktur macht die Alta Valtellina zunehmend zu einer der attraktivsten Regionen für Rennrad– und Gravelurlaub in Europa. Die Premiere der Gravel-Ausgabe dürfte deshalb erst der Anfang einer langfristigen Entwicklung sein.

Mehr Infos HIER!

La Stelvio Santini 2026
Foto: Francesco Bergamaschi
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