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Van Rysel RCR-F Dura-Ace

Rennrad-Test

Van Rysel RCR-F Dura-Ace im Test: Wie schnell ist Decathlons Aero-Rennrad wirklich?

Wir haben das Topmodell mit Shimano Dura-Ace Di2 drei Wochen lang getestet, auf der Hausrunde, bei schnellen Ausfahrten und sogar im Triathlon.

Mit dem RCR-F schickt Van Rysel ein kompromissloses Aero-Rennrad ins Rennen, das gemeinsam mit Swiss Side entwickelt wurde und sogar bei der Tour de France zum Einsatz kommt.

Aero-Rahmen, 62,5 Millimeter hohe Laufräder, Shimano Dura-Ace Di2 und integriertes Powermeter – und das alles für 8.999 Euro: Beim Van Rysel RCR-F Dura-Ace ist ziemlich schnell klar, wohin die Reise gehen soll. Das Rennrad wurde konsequent auf Geschwindigkeit getrimmt und gemeinsam mit den Aerodynamik-Spezialisten von Swiss Side entwickelt.

Doch wie fährt sich ein derart kompromissloses Aero-Bike abseits von Windkanal und Profi-Peloton? Genau das wollten wir wissen und haben das RCR-F drei Wochen lang im Alltag getestet.

Van Rysel RCR-F Dura-Ace

Facts zum Test

👤 Tester Marvin Sedelies
🚲 Testbike Van Rysel RCR-F Dura-Ace
📅 Testzeitraum Drei Wochen
🛣️ Einsatz Hausrunden, schnelle Gruppenausfahrten und Triathlon
⚙️ Schaltgruppe Shimano Dura-Ace Di2
🛞 Laufräder Swiss Side Hadron², ca. 62,5 mm Felgenhöhe
⚖️ Gewicht ca. 7,5 kg

Van Rysel RCR-F Dura-Ace

UVP: 8.999€

Approved 2026
Handling 9,0
Komfort 6,0
Antrieb 10,0
Laufräder 8,0
Qualität 9,0
Preis-Leistung 8,0

Stärken

  • Aero-Cockpit mit 3D-gedruckten Einsätzen
  • Swiss Side Hadron² Laufräder
  • Dura-Ace Di2 präzise und zuverlässig
  • Powermeter serienmäßig dabei
  • Laufruhe und Effizienz bei hohem Tempo

Schwächen

  • Sportliche Sitzposition verlangt Grundfitness
  • Seitenwind durch tiefe Felgen
Fazit: Das Van Rysel RCR-F Dura-Ace folgt einem klaren Ziel: maximale Geschwindigkeit. Aero-Cockpit mit 3D-Einsätzen, Swiss-Side-Laufräder und Dura-Ace Di2 sind auf absolutem Top-Niveau. Wer eine sportliche Sitzposition nicht scheut und schnell fahren will, bekommt ein konsequentes Race-Bike, das seine Profi-Gene auf der Straße täglich beweist.
Gesamtwertung 8,3/10
Van Rysel RCR-F Dura-Ace

Erster Eindruck: Hier geht es um Geschwindigkeit

Schon optisch macht das RCR-F keinen Hehl daraus, was es sein möchte: ein kompromissloses Aero-Rennrad. Die tief gezogene Front, die kantigen Rohrformen, das integrierte Cockpit und die hohen Laufräder ergeben ein Gesamtbild, das deutlich näher am Profi-Peloton als am entspannten Café-Ride liegt.

Das setzt sich bei der Sitzposition fort. Stack und Reach sind sportlich ausgelegt, das Oberrohr vergleichsweise lang und das Steuerrohr niedrig. Entsprechend gestreckt sitzt man auf dem RCR-F.

Wer von einem komfortorientierten Endurance-Rennrad kommt, dürfte den Unterschied sofort merken. Das RCR-F verlangt eine gewisse Grundfitness und Gewöhnung an die sportliche Position. Wer gerne schnell fährt, bekommt dafür allerdings genau das, was die Optik verspricht.

Van Rysel RCR-F Dura-Ace

Geometrie & Fahrgefühl

Auf der Straße zeigt sich schnell, dass die aggressive Geometrie nicht nur der Aerodynamik dient. Das RCR-F fährt sich direkt, präzise und aufmerksam. Gerade bei höherem Tempo vermittelt die Front viel Kontrolle und reagiert unmittelbar auf Lenkbewegungen.

Besonders wohl fühlt sich das Rad auf flachen bis leicht welligen Strecken. Einmal auf Geschwindigkeit gebracht, lässt sich das Tempo auffällig effizient halten. Genau hier spielt das RCR-F seine Stärken aus.

Auch schnelle Richtungswechsel und Antritte aus Kurven heraus passen gut zum Charakter des Bikes. Trotz seiner Aero-Ausrichtung fühlt es sich nicht behäbig an, sondern reagiert direkt auf zusätzlichen Druck aufs Pedal.

Auf der anderen Seite bleibt die Geometrie kompromisslos. Für gemütliche Genusstouren ist das RCR-F nicht konzipiert. Wer lange möglichst aufrecht und entspannt sitzen möchte, findet passendere Rennräder. Das Van Rysel will schnell gefahren werden, und fühlt sich dann auch am besten an.

Van Rysel RCR-F Dura-Ace

Aero-Cockpit: ungewöhnlich, aber durchdacht

Eines der spannendsten Details des RCR-F ist das einteilige Aero-Cockpit von Deda. Der stark geformte Oberlenker stammt sichtbar aus dem Windkanal und unterscheidet sich durch seinen Flare deutlich von klassischeren Cockpits.

Auf den ersten Kilometern ist die Form etwas gewöhnungsbedürftig. Hat man sich an den Anstellwinkel gewöhnt, ergibt sich allerdings eine angenehme Position für die Handgelenke – sowohl oben als auch im Unterlenker.

Besonders gut gefallen haben uns die 3D-gedruckten Einsätze in den Drops. Der Bereich, auf dem die Hände im Unterlenker aufliegen, ist gezielt strukturiert und geformt. Dadurch entsteht mehr Grip und gleichzeitig eine angenehmere Auflagefläche.

Gerade bei längeren Passagen im Unterlenker oder mit feuchten Händen macht sich das positiv bemerkbar. Ein vergleichsweise kleines Detail, das im Fahralltag überraschend viel ausmacht.

Auch optisch fügt sich das Cockpit konsequent ins Gesamtkonzept ein. Der Bereich rund um das Steuerrohr ist extrem schmal und tief gehalten. Van Rysel nutzt hier die Möglichkeiten der neuen UCI-Regelung zum Rohrverhältnis von 8:1, entsprechend kompromisslos wirkt die Front.

Van Rysel RCR-F Dura-Ace

Laufräder & Reifen: Aero vorne, Allrounder hinten

Interessant wird es beim Blick auf die Reifen. Van Rysel setzt nicht vorne und hinten auf dasselbe Modell, sondern kombiniert zwei unterschiedliche Continental-Reifen.

Vorne kommt ein Continental Aero 111 in 26 Millimetern zum Einsatz. Der gemeinsam mit Swiss Side entwickelte Reifen ist auf möglichst geringen Luftwiderstand am Vorderrad ausgelegt.

Hinten sitzt dagegen ein Continental GP5000 in 28 Millimetern. Hier stehen Grip, Robustheit und ein gutmütiges Fahrverhalten stärker im Vordergrund.

Auf der Straße wirkt diese Kombination absolut stimmig. Ein Unterschied zwischen Vorder- und Hinterreifen ist beim normalen Fahren kaum wahrnehmbar, und genau das ist vermutlich das größte Kompliment für das Setup.

Dazu kommen die rund 62,5 Millimeter hohen Swiss Side Hadron²-Laufräder. Sie unterstreichen den Aero-Charakter des Rades deutlich. Bei hohem Tempo sind sie eine der großen Stärken des RCR-F. Bei Seitenwind verlangen die tiefen Felgen naturgemäß etwas mehr Aufmerksamkeit.

Van Rysel RCR-F Dura-Ace
Van Rysel RCR-F Dura-Ace
Van Rysel RCR-F Dura-Ace

Shimano Dura-Ace Di2: genau das Niveau, das man erwartet

Bei unserem Testbike kommt Shimanos elektronische Topgruppe Dura-Ace Di2 zum Einsatz, und entsprechend wenig gibt es hier zu kritisieren.

Die Gangwechsel erfolgen schnell, präzise und nahezu verzögerungsfrei. Das gilt sowohl bei entspanntem Tempo als auch unter Last oder beim Beschleunigen aus Kurven.

Während der drei Testwochen hatten wir weder Fehlschaltungen noch Probleme mit einer verstellten Schaltung. Die Dura-Ace verrichtet ihren Job schlicht so unauffällig und zuverlässig, wie man es von einer Gruppe dieser Preisklasse erwartet.

Ähnlich sieht es bei den hydraulischen Scheibenbremsen aus. Der Druckpunkt ist klar definiert, die Bremsleistung gut dosierbar und auch bei Nässe oder schnelleren Abfahrten zuverlässig.

Gerade bei einem Rad, das zum schnellen Fahren animiert, ist dieses Vertrauen in die Bremsen wichtig.

Van Rysel RCR-F Dura-Ace

Integriertes Powermeter

Ebenfalls serienmäßig an Bord ist bei dieser Ausstattung das in die Kurbel integrierte Powermeter.

Im Test arbeitete es angenehm unauffällig. Die gemessenen Werte passten durchgehend gut zum subjektiven Belastungsempfinden und auch bei wechselnden Temperaturen zeigten sich keine auffälligen Abweichungen. Die Kalibrierung über die App verlief unkompliziert.

Wer strukturiert nach Watt trainiert oder das RCR-F im Rennen einsetzen möchte, bekommt damit direkt ab Werk ein entsprechendes Setup und muss nicht zusätzlich nachrüsten.

Van Rysel RCR-F Dura-Ace

Praxistest: Hausrunde, Gruppenausfahrt und Triathlon

Drei Wochen lang musste sich das RCR-F bei uns in unterschiedlichen Situationen beweisen. Neben den klassischen Hausrunden waren schnellere Gruppenausfahrten dabei, und sogar ein kompletter Triathlon.

Gerade auf bekannten Strecken lässt sich der Charakter eines neuen Rennrads gut einordnen. Beim RCR-F fiel dabei vor allem auf, wie effizient sich ein einmal erreichtes hohes Tempo halten lässt. Das Rad vermittelt viel Laufruhe, ohne beim Beschleunigen träge zu wirken.

Besonders spannend war der Einsatz beim Triathlon. Wir sind das RCR-F dort bewusst ohne Aero-Aufsatz gefahren, also mit dem normalen Straßen-Setup.

Trotzdem machte sich die Aero-Optimierung von Rahmen, Cockpit und Laufrädern bemerkbar. Gleichzeitig blieb das Rad reaktionsfreudig genug, um nach Kurven schnell wieder auf Tempo zu kommen.

Damit kann das RCR-F auch für Fahrerinnen und Fahrer interessant sein, die gelegentlich einen Triathlon bestreiten, aber kein separates Zeitfahrrad besitzen oder bewusst auf einen Aero-Aufsatz verzichten möchten.

Powermeter

Verarbeitung & Ausstattung

Beim Topmodell fährt Van Rysel nahezu alles auf, was aktuell an einem modernen Aero-Rennrad zu erwarten ist.

Der Carbonrahmen besteht aus einer Mischung aus superhochmoduligem und hochmoduligem Carbon und wiegt in Größe M laut Hersteller rund 1,42 Kilogramm. Gleichzeitig soll die Front gegenüber dem Vorgängermodell RCR rund sieben Prozent steifer geworden sein.

Unser komplettes Testbike brachte rund 7,5 Kilogramm auf die Waage. Angesichts der tiefen Aero-Rohre und der über 60 Millimeter hohen Laufräder ist das durchaus beachtlich.

Dazu kommen Dura-Ace Di2, Powermeter, das integrierte Deda-Cockpit und die Swiss-Side-Laufräder. Das RCR-F tritt damit klar als Komplettpaket an, bei dem direkt nach dem Kauf kaum Aufrüstungsbedarf besteht.

Powermeter

Für wen ist das Van Rysel RCR-F geeignet?

Das RCR-F richtet sich klar an ambitionierte Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer, die Geschwindigkeit priorisieren und eine sportliche Sitzposition nicht scheuen.

Seine größten Stärken spielt das Bike auf schnellen, eher flachen bis welligen Strecken, in zügigen Gruppenfahrten und im Renneinsatz aus. Auch für Triathletinnen und Triathleten, die kein separates Zeitfahrrad fahren möchten, kann das Konzept interessant sein.

Wer dagegen hauptsächlich entspannte lange Touren fährt und Komfort über maximale Aerodynamik stellt, sollte sich eher bei weniger aggressiv ausgelegten Modellen umsehen.

Powermeter

Mit 8.999 Euro bewegt sich das RCR-F Dura-Ace auf dem Niveau des Specialized Tarmac SL8 Dura-Ace Di2 (ab 8.999 €) und des Trek Madone SLR 7 (ab 7.999 €) – und bietet dabei ein kompromissloseres Aero-Paket als beide.

Unser Fazit

Das Van Rysel RCR-F Dura-Ace ist kein Rennrad, das versucht, es allen recht zu machen. Und genau das gehört zu seinen größten Stärken.

Rahmen, Cockpit, Laufräder und selbst die Kombination der beiden Reifenmodelle folgen einem klaren Ziel: Geschwindigkeit. Auf der Straße macht sich diese konsequente Ausrichtung vor allem dann bemerkbar, wenn das Tempo steigt. Das RCR-F läuft ruhig, hält Geschwindigkeit effizient und bleibt trotzdem direkt genug, um bei Antritten oder schnellen Richtungswechseln nicht behäbig zu wirken.

Besonders überzeugt haben uns im Test das durchdachte Aero-Cockpit mit seinen 3D-gedruckten Einsätzen, die Swiss-Side-Laufräder und die gewohnt präzise Dura-Ace Di2. Das serienmäßige Powermeter komplettiert die hochwertige Ausstattung.

Der größte Kompromiss liegt in der sportlichen Sitzposition. Das RCR-F verlangt seinem Fahrer oder seiner Fahrerin etwas ab und ist kein Rad für gemütliches Kilometer-Sammeln.

Wer genau das aber gar nicht sucht, sondern ein konsequent auf Tempo ausgelegtes Rennrad für schnelle Ausfahrten, Rennen oder gelegentliche Triathlon-Einsätze möchte, bekommt ein spannendes Gesamtpaket, das seine Nähe zum Profi-Radsport nicht nur über die Optik vermittelt.

Van Rysel RCR-F Dura-Ace

UVP: 8.999€

Approved 2026
Handling 9,0
Komfort 6,0
Antrieb 10,0
Laufräder 8,0
Qualität 9,0
Preis-Leistung 7,0

Stärken

  • Aero-Cockpit mit 3D-gedruckten Einsätzen
  • Swiss Side Hadron² Laufräder
  • Dura-Ace Di2 präzise und zuverlässig
  • Powermeter serienmäßig dabei
  • Laufruhe und Effizienz bei hohem Tempo

Schwächen

  • Sportliche Sitzposition verlangt Grundfitness
  • Seitenwind durch tiefe Felgen
Fazit: Das Van Rysel RCR-F Dura-Ace folgt einem klaren Ziel: maximale Geschwindigkeit. Aero-Cockpit mit 3D-Einsätzen, Swiss-Side-Laufräder und Dura-Ace Di2 sind auf absolutem Top-Niveau. Wer eine sportliche Sitzposition nicht scheut und schnell fahren will, bekommt ein konsequentes Race-Bike, das seine Profi-Gene auf der Straße täglich beweist.
Gesamtwertung 8,2/10

FAQ – Häufige Fragen zum Van Rysel RCR-F Dura-Ace

Was kostet das Van Rysel RCR-F Dura-Ace?

Das Van Rysel RCR-F in der Dura-Ace Di2 Ausstattung kostet 8.999 Euro (UVP). Es ist exklusiv bei Decathlon erhältlich.

Wie schwer ist das Van Rysel RCR-F?

Unser Testbike in Größe M wog rund 7,5 Kilogramm fahrfertig – beachtlich für ein Aero-Rennrad mit über 62 mm hohen Laufrädern.

Ist das Van Rysel RCR-F für Triathlon geeignet?

Ja. Wir haben das RCR-F im Test auch im Triathlon eingesetzt – ohne Aero-Aufsatz. Die Aerodynamik von Rahmen, Cockpit und Laufrädern macht auch im Renneinsatz einen spürbaren Unterschied.

Was ist der Unterschied zum Van Rysel RCR?

Das RCR-F ist das neue Topmodell und löst das RCR ab. Die Front wurde gegenüber dem Vorgänger rund sieben Prozent steifer, das Cockpit ist aerodynamisch vollständig integriert und wurde gemeinsam mit Swiss Side entwickelt.

Welche Alternativen gibt es zum Van Rysel RCR-F?

In der gleichen Preisklasse wären das Specialized Tarmac SL8 Dura-Ace Di2 (ab 8.999 €) und das Trek Madone SLR 7 (ab 7.999 €) die direkten Mitbewerber – beide ohne serienmäßiges Powermeter.

Van Rysel RCR-F Dura-Ace
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