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BH G6 Pro Ultegra Di2
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Shimano Ultegra Di2 mit FSA-Kurbel - eine oft gesehene Kombination die durchaus Sinn, macht.
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Fahrtest
Unterwegs in den ersten Frühlingstagen 2015 offenbart das BH G6 Pro Ultegra Di2 starke Seiten bei Hochgeschwindigkeitsfahrten und im Sprint. Dank des geringen Gewichts von nur 6,6kg (ohne Pedale) und des steifen Tretlagers ist die Fuhre sehr schnell zu beschleunigen und auch auf Geschwindigkeit zu halten.
Die Hochprofillaufräder passen gut ins Gesamtkonzept und tragen dazu ihren Teil bei, sind aber bei auftretenden Seitenwinden Grund für Kurskorrekturen. Das Abrollverhalten und auch die Haftung der Lithion 2 Clincher von Michelin ist bestenfalls Mittelmaß. Mit einem hochwertigeren Satz Reifen ist vor allem auf unsauberen und feuchten Straßen mehr Spaß aus dem Rad herauszuholen.
Schnelle Lastwechsel in Kehren sind nicht unbedingt die ganz große Stärke des Spaniers. Das Rad reagiert dabei etwas träge und lässt primär an der Steuerzentrale ein wenig an Seitensteifigkeit vermissen. Das ist kein dramatischer Punkt, aber spürbar und wird sich bei schwereren Fahrern (Testfahrer: 68kg) etwas deutlicher bemerkbar machen.
Das Bremsverhalten können wir nur mit einer Bestnote vermerken – am Heck sogar mit Sternchen. Der Bolide verzögert sehr berechenbar, spurtreu und auf Wunsch auch brachial. Das hat das G6 Pro den vorne wie hinten verbauten Direct Mount Bremsen der Ultegra-Serie zu verdanken.
Die Kommandozentrale aus Vorbau und Lenker ist ebenfalls frei von Tadel, greift sich gut und gibt nur moderat Feedback vom Untergrund an den Fahrer weiter. Am Heck hätte ein Quentchen mehr Komfort nicht geschadet. Was der Hinterbau und die semi-integrierte Sattelstützenkombi aber aufgrund seiner Ausrichung als reine Rennfeile nicht hergibt, kann auf Wunsch ein anderer Sattel wieder herausholen
Shimanos Ultegra Di2 müssen wir nicht gesondert beschreiben. Die Schaltung ist perfekt eingestellt und verrichtet sehr leise und akkurat ihren Dienst.
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