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Nach Jahreszeit

Winterbike kaufen – darauf musst du achten

Wie sollte dein Rennrad ausgestattet sein, um dich sicher und gleichzeitig komfortabel durch den Winter zu bringen?

Die Temperaturen sinken, es ist ständig am Regnen und bald fällt sogar der erste Schnee. Der Winter steht unmittelbar vor der Tür und bei vielen ist die Motivation im Keller. Ein optimal ausgestattetes Winterbike macht es dir sicher leichter, den inneren Schweinehund zu überwinden und dich in den Sattel zu setzen. Wir sagen dir worauf es bei einem wintertauglichen Rennrad ankommt und wie du möglichst angenehm in der kalten Jahreszeit bestehen kannst.

Die tristen Wintermonate sind nicht nur eine unangenehme Zeit für dich. Auch dein Rad hat unter dem vielen Splitt, dem Salz auf der Straße und den ständigen Niederschlägen in Form von Regen oder Schnee zu leiden. All diese Faktoren greifen einfach den Lack und die Komponenten an. Mit unseren Tipps und Informationen kannst du deinen fahrbaren Untersatz bestmöglich vor den äußeren Einflüssen schützen und machst dir die Zeit im Sattel so angenehm wie möglich.

Der Racelight TK3 Rahmen aus dem Hause Kinesis könnte die Basis für dein Winterbike bilden.

Das Wetter und die Trainingsanforderungen sind ausschlaggebend für die Ausstattung deines Winterbikes. Grundsätzlich solltest du für die kalte Jahreszeit zunächst einmal breitere Reifen wählen um den Fahrkomfort zu erhöhen. Achte dabei auch darauf das die neue Bereifung möglichst Pannensicher ist. Da unser Körper bei Kälte einen höheren Bedarf an Flüssigkeit hat, macht es auch Sinn zwei Flaschenhalter anzubringen. Natürlich gehört auch eine leistungsstarke Beleuchtung an jedes Rad. Die Sichtverhältnisse sind im Winter einfach schlechter und wenn man nicht gerade seinen Lebensunterhalt auf dem Rennrad bestreitet, wird man um Fahrten bei Dunkelheit nicht herumkommen. Denk nicht zuviel über das zusätzliche Gewicht deiner Winterausstattung nach. Die schlechteren Bedingungen machen es einfach erforderlich für ein gewisses Maß an Sicherheit zu sorgen.

Selbstverständlich spielt neben den Trainingsanforderungen auch das Geld eine Rolle dabei wie optimal du dein Bike für den Winter ausrüsten kannst. Wenn du dir allerdings größere Ziele für das Frühjahr oder den Sommer gesteckt hast, wirst du in den kalten Monaten viel trainieren müssen um für das Bevorstehende fit zu sein und solltest nicht damit anfangen am falschen Ende zu sparen. Es könnte sogar eine gute Überlegung sein, dir für das Training unter schlechten Wetterbedingungen ein zweites Bike zuzulegen. So ist dein Lieblingsuntersatz vor den Elementen sicher und in einem Topzustand wenn es im nächsten Jahr darum geht deine Ziele zu verwirklichen.

Winterbike ist nicht gleich Winterbike

Es ist ein unterschied ob du dein Rennrad speziell auf die Anforderungen des Winters aufrüstest und dafür den ein oder anderen Euro in die Hand nimmst oder ob du es aus alten Teilen zusammenbaust, nur um einen fahrbaren Untersatz für die schlechten Wetterverhältnisse zu haben. Winterbike ist also nicht gleich Winterbike. Mit dem Zusammengeschusterten würdest du, ohne groß darüber nachzudenken, zu einem Freund fahren und es abgesperrt vor dem Haus zurücklassen. Das würdest du mit deinem sorgfältig aufgerüsteten Bike sicher nicht machen.

In diesem Artikel widmen wir uns der ersten Variante, dem Bike das speziell auf unsere Anforderungen zugeschnitten ist. Es soll schließlich alle Eigenschaften mitbringen die im Winter wichtig sind um dir das Fahren so komfortabel wie nur möglich machen.

Wie eben schon erwähnt wird dein Winterbike sicher schwerer als dein Sommerbike. Das macht aber nichts. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Sicherheit und dem Komfort. Im Winter kommt es darauf an, dass dein Rad dich zuverlässig durch jedes Wetter begleitet. Zusätzlich soll es komfortabel sein und den Spaßfaktor hochhalten. Die Motivation ist bei schlechtem Wetter sowieso immer ein kleines Problem, aber wie willst du sie aufbringen wenn es schon damit anfängt, dass du mit deinem Bike nicht zufrieden bist.

Ein neuer Satz Reifen kann aus deinem Winterbike ohne großen Aufwand eine Maschine für alle Jahreszeiten machen.

Es ist wichtig das du bei der Gestaltung deines Winterbikes ein Gleichgewicht zwischen Erschwinglichkeit, Leistung und deinen eigenen Vorstellungen schaffst. Das schlechte Wetter hält doch zu lange an und wir sitzen einfach zuviele Wochen bei Kälte und unter schlechten Bedingungen im Sattel. Da es auch im Frühling, Herbst oder sogar im Sommer zeitweise sehr ungemütlich werden kann, eignet sich ein gut durchdachtes Winterbike auch für den Einsatz in den anderen Monaten. Mit einem paar neuen Reifen beispielsweise, kannst du aus deinem Rennrad eine Maschine für alle Jahreszeiten machen.

Sollte ich mein Rad tatsächlich selber gestalten oder kaufe ich mir einfach ein Fertiges?

Bei der Wahl der Komponenten für dein Winterbike musst du viele Dinge beachten. Das Material des Rahmens ist beispielsweise ein sehr wichtiger Punkt. Um am Ende mit dem fertigen Bike auch wirklich zufrieden zu sein, solltest du die Vor- und Nachteile jeder einzelnen Komponente genau abwägen bevor du sie verbaust. Allerdings ist das sehr Zeitaufwendig und man braucht auch die nötige Erfahrung. Nicht jeder hat die Geduld auf jedes einzelne Teil zu warten um dann festzustellen das es den Anforderungen nicht perfekt entspricht.

De Rosa bietet das Milanino Training in einer fertigen Variante für den Einsatz im Winter an.

Winterbikes von der Stange erfreuen sich darum immer größerer Beliebtheit. Viele Hersteller bieten wintertaugliche Rahmen als Frameset oder direkt als fertiges Bike an. Das Kinesis Racelight TK3 zum Beispiel gibt es als Frameset oder als Shimano Tiagra Komplettausführung. Das hochpreisigere De Rosa Milanino Training gibt es ebenfalls als Frameset oder als Komplettausführung mit Campagnolo Veloce Komponenten. Beide eben angesprochenen Modelle sind sehr zu empfehlen und bieten dem Fahrer weit mehr als nur die Eigenschaften eines schwereren Winterbikes. Natürlich gibt es aber auch noch viele weitere namenhafte Hersteller die top Räder für den Winter in ihrem Sortiment haben.

Der Markt für Cyclo-Cross-Bikes wird immer größer und deren Rahmen eignen sich ebenfalls für den Einsatz in der kalten Jahreszeit, obwohl sie nicht alle Vorteile eines spezifischen Winterrahmens mitbringen. Viele Cross-Rahmen, wie auch der Cannondale CAADX Disc, erlauben ein umrüsten auf Scheibenbremsen und den Einsatz von darauf ausgelegten breiteren Laufrädern und machen so eine Verwandlung vom Cross- zum Roadbike möglich.

Die verschiednen Materialien eines wintertauglichen Rahmens

Der wichtigste Part eines Winterbikes ist normalerweise der Rahmen. In der Regel bestehen die Winterrahmen aus Metall. Sie sind schwerer, günstiger und strapazierfähiger als seine Mitbewerber. Heute kommen bei Winterbikes aber auch immer häufiger Titan- oder Aluminiumrahmen zum Einsatz.

Hier kommen Tektros R539-Bremsen zum EInsatz.

Bremsen und Spielraum zum Umrüsten auf breitere Räder

Bremsen sollten in jedem Fall genügend Platz für eine breitere Winterbereifung bieten. Natürlich muss man bei der Gestaltung seines Winterbikes auch darauf achten das der Rahmen den nötigen Spielraum für breitere Laufräder mitbringt.

Das Genesis Equilibrium gehört zu den Rennrädern die auch den Einsatz von Scheibenbremsen unterstützen.

Rahmen aus Stahl

Früher wurden einmal alle Fahrradrahmen aus Stahl hergestellt und auch heute wird dieses robuste Material noch gerne für Winter-, Audax- und Tourenbikes verwendet. Stahl bringt einfach sehr gute Eigenschaften mit sich. Er ist robust, haltbar und trotzdem noch sehr nachgiebig. Zudem ist Stahl günstiger aber natürlich auch schwerer als beispielsweise Titan oder Aluminium. Das Genesis Equilibrium ist ein sehr beliebtes Bike mit Stahlrahmen und besteht je nach Modell aus Reynolds 520 oder 725. Reynolds 631 kam bei der 2014er Ausführung mit Scheibenbremsen zum Einsatz.

Aluminium erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Viele Rahmen von Winterbikes werden deshalb heute aus disem leichteren Material hergestellt.

Rahmen aus Aluminium

In der Aluminiumherstellung wurden in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. Das Material ist heute weitaus stabiler und leichter als es früher noch der Fall war. Auch die Intensität der Stoßübertragung ist bei Rädern wie dem Kinesis Racelight TK3 oder dem Cube Peloton Race deutlich zurückgegangen.

Der GF_Ti V2 Titanrahmen aus dem Hause Kinesis wäre ebenfalls eine gute Alternative für dein Winterbike.

Rahmen aus Titan

Titan bietet ein einzigartiges Fahrgefühl. Es ist leicht, steif und komfortabel zugleich. Allerdings ist Titan nicht so einfach zu verarbeiten und auch der Preis ist nicht zu unterschätzen. Nimmt man dennoch das nötige Kleingeld in die Hand und entscheidet sich für ein Titanbike, hat man vermutlich etwas fürs Leben. Die 2014er-Ausführung des Kinesis GF_Ti V2 kommt mit einem konischen Steuerrohr, Bremsen mit genug Spielraum für eine 28mm-Bereifung daher und hat so vielleicht das Potential in die engere Auswahl deiner potentiellen Winterbikes zu kommen.

Der Rahmen des Orbea Avant besteht aus Carbonfasern.

Eignen sich Rahmen aus Carbon auch für den Einsatz an einem Winterbike?

Carbon an einem Winterbike? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Vermutlich schon, wenn du beabsichtigst im Winter sportlich aktiv zu sein und viel Zeit auf deinem Rennrad zu verbringen, solltest du dich eher für ein Metall- als für einen Carbonrahmen entscheiden. Dennoch gibt es eine Handvoll Hersteller die Carbonrahmen anbieten und damit werben, dass sie sich auch für den Einsatz in der kalten Jahreszeit eignen. Dieser Trend wächst allerdings nur langsam. Aber wer weiß? Vielleicht sind Winterrahmen aus Kohlestofffasern ja die Zukunft. Viele Carbonrahmen bieten heute schon genügend Platz für breitere Reifen und das oben abgebildete Obrea Avant erlaubt zusätzlich noch den Betrieb mit Scheibenbremsen.

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